Kreis Düren/Köln: Mobile Beratung gegen rechte Umtriebe

Kreis Düren/Köln: Mobile Beratung gegen rechte Umtriebe

Die Art und Weise wie Neonazis und Rechtsextremisten versuchen, in weiten Teilen der Bevölkerung Fuß zu fassen, sind vielfältig. Mal will eine Clique einen Jugendraum zur „national befreiten Zone” erklären, mal wollen Rechtsextreme in einer Kommune eine Immobilie erwerben.

Andernorts werden Friedhöfe und Gedenkstätten mit rechten Parolen beschmiert, rechtsextreme Gruppierungen melden Demonstrationen an, verteilen Flugblätter und sprechen gezielt Jugendliche an. Vor Schulen werden CDs mit extrem rechter Musik oder Schülerzeitungen mit rechtsextremem Hintergrund verteilt.

Bei diesen und anderen Problemen hilft im Regierungsbezirk Köln seit gut einem Jahr die beim NS-Dokumentationszentrum in Köln angesiedelte Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus, die ab sofort auch eine mobile Beratung anbietet.

Die Mobile Beratung entwickelt vor Ort eine Strategie, um das Problem langfristig zu lösen und den beteiligten Personen Handlungskompetenzen im Vorgehen gegen Rechtsextremismus zu vermitteln.

Dafür kann sie auf Experten aus dem landesweiten Beratungsnetzwerk, die Fachkenntnisse der Landeskoordinierungsstelle bei der Landeszentrale für politische Bildung und die Erfahrungen lokaler Akteure zurückgreifen.

Koordiniert wird die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Köln von Michael Trube, der bereits als Referent im Themengebiet Rechtsextremismus für verschiedenste Träger tätig war und im Bereich der antirassistischen Bildungsarbeit Seminare, Workshops und Fortbildungen geleitet hat.

Weitere Infos zur Arbeit der mobilen Beratung gibt es beim NS-Dokumentationszentrum, 0221/221-27962, dieter.maretzky@stadt-koeln.de .

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