Kreis Heinsberg: Meisterkonzert bietet neue Erfahrungen mit Cello und Gitarre

Kreis Heinsberg: Meisterkonzert bietet neue Erfahrungen mit Cello und Gitarre

Das letzte Meisterkonzert der VHS in diesem Jahr in der Stadthalle in Erkelenz war ein ungewöhnliches: Cello und Gitarre, gespielt von dem Duo Arnholdt-Redzic, vermittelten den Zuhörern, deren Anzahl etwas zu wünschen übrig ließ, eine neue Musikerfahrung.

Den meisten Kompositionen war gemeinsam, dass es Bearbeitungen waren für eine ganz andere Musik. Die Geigerin Friederike Luise Arnholdt und der Gitarrist Sanel Redzic kommen aus Deutschland und Bosnien-Herzegowina. Beide haben sich in der internationalen Kammermusikszene einen Namen gemacht und viele Preise gewonnen. Der Gitarrist ist dem heimischen Publikum auch schon bekannt als Teilnehmer des Gitarrenfestivals in Heinsberg.

Schon bei den ersten Tönen war das Publikum fasziniert von bisher wohl noch nie gehörten Klängen, die auch der meisterlichen Beherrschung der beiden Instrumente zu verdanken waren. Bis auf Manuel de Falla (Suite populaire espagnole für Mezzosopran und Klavier) und Peter Iljitsch Tschaikowsky (Nocturne cis-Moll op. 19/4 für Klavier solo) waren die übrigen Komponisten eher unbekannt: Erkki-Sven Tüür ((Spiel für Violoncello und Gitarre); Joaquin Malais (Serenata espagnola für Klavier solo); Francisco Tárrega mit der Komposition für Gitarre solo (Fantasia sobre „La traviata“ von Verdi), Raffaele Bellafronte (Suite Nr. 1 für Violoncello und Gitarre); Enrique Granados (Intermezzo aus der Oper „Goyescas“).

Nach dem Ende des Konzertes, viel Beifall und Blumen betonte der Gitarrist, sie seien gerne nach Erkelenz gekommen und hofften, dass das Konzert den Zuhörern gefallen habe.

Als Zugabe gab es von dem populären brasilianischen Dirigenten und Komponisten Heitor Villa-Lobos das Stück „Acht Celli und ein Sopran“, natürlich in einer Bearbeitung und wieder mit einem besonderen Klangerlebnis.

(ulla)
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