Kommentiert: Verbeek und der Endspiel-Modus

Kommentiert: Verbeek und der Endspiel-Modus

Da ist die Fußball-Bundesliga in ihrem 51. Jahr des Bestehens, und noch immer gibt es etwas Neues.

Der achte Trainerwechsel der Saison, der zweite beim Club, der ungefähr 662. seit dem ersten am 30. Oktober 1963 (Herbert Widmayer, in Nürnberg!), und erstmals lautet die Begründung, eine Mannschaft sei noch nicht in einen Endspiel-Modus gekommen. Aha.

Das kann man so schlussfolgern nach acht Niederlagen in den letzten neun (End)spielen, es drängt sich aber auch eine andere Vermutung auf: Außer mit Huub Stevens, der Schalke einst so wunderbar kompakt in den Endspiel-Modus und in Folge dessen zum Uefa-Cup-Sieg führte, ist mit wohl keinem niederländischen Fußball-Lehrer ein Abstiegskampf zu bestehen.

In der Bundesliga kann man zwar auch im Kampf ums sportliche Überleben erfolgreich Fußball spielen (Freiburg), aber „Stevens kompakt“ ist dann doch erfolgversprechender als „Voetbal total“. Vor allem sollte ein Trainer aber so flexibel sein, sich auf die vorhandenen Spieler einzustellen und nicht sein System ohne Wenn und Aber durchpauken zu wollen.

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