Kommentiert: An die Opfer denken, nicht an mehr Poller

Kommentiert: An die Opfer denken, nicht an mehr Poller

So tragisch das Ereignis von Münster auch ist, mit dem Ruf nach mehr Pollern wird kein Anschlag eines kranken Menschen verhindert werden können.

So schmerzlich es ist: Irgendwo werden Menschen immer eine Gelegenheit finden, ihr schreckliches Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. So brutal es auch klingen mag: Mit solch unsinnigen Taten müssen wir leben.

Der Blick voraus ist jetzt wichtig für die Opfer, für die Hinterbliebenen — und nicht der medienwirksame Ruf nach Pollern. Dass die NRW-Opferschutzbeauftragte Elisabeth Auchter-Mainz am Montag ihre nicht-öffentlichen Gespräche aufgenommen hat, das ist richtig.

Es bleibt zu hoffen, dass die Landesregierung aus dem viel kritisierten Nicht-Handeln der Bundesregierung beim Opferschutz nach dem Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt die Lehren gezogen hat.