Glossiert: Showdown bis Weihnachten

Glossiert: Showdown bis Weihnachten

Der Showdown bis zum Fest hat begonnen. Ein sicheres Zeichen dafür ist die derzeitige Kälte, bei der man sich genau überlegen muss, mit welchem Gesichtsausdruck man raus geht. Das bleibt dann so.

Oder dass an Adventssonntagen nachmittags aus den gekippten Fenstern des Seniorenzentrums „Last Christmas“ herausschallt. Eigentlich geschmacklos, oder?

Aber auch, dass Frauen wie ich den Dachboden entrümpeln und den ganzen Plunder in der Wohnung verteilen — wie mein Mann „das Dekorieren“ nennt. Oder dass ich auf Wunsch meiner Tochter glutenfreie Plätzchen backe und er anerkennend sagt: „Wir hatten noch nie so leckere Türstopper“.

Ich habe daraufhin dann Lebkuchen beim Aldi gekauft, dem Supermarkt, in dem die Vorweihnachtszeit im Auguzember beginnt. War aber auch wieder nicht richtig. Er wollte lieber Spekulatius. Ich hatte mich also wieder mal verspekuliert.

Generell bietet die Vorweihnachtszeit ja immer und überall viel Stoff für Zoff. Beim Essen geht’s meist los. Meine Tochter will am Heiligabend was Vegetarisches essen, worauf ihr Vater gereizt meinte: „Wir essen Fleisch. Basta! Du kannst ja den Baum essen.“ Wenn ich aber dann zu ihm sage: „Dieses Jahr kümmerst du dich aber mal um die Gans.“ Dann kommt als Antwort „Wieso? Ist doch deine Mutter.“

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