Glossiert: Montag fängt am Sonntag an

Glossiert: Montag fängt am Sonntag an

Heute fühle ich mich nicht so gut. Ich glaube, ich habe Montag. Ehrlich gesagt, hat es schon gestern Abend angefangen.

Ich fühlte mich da schon vom Montag belästigt. Meine innere Stimme flüsterte: Dein Wochenendvolumen ist aufgebraucht. Ich mag den Montag nicht.

8 Uhr, bin im Büro angekommen, und die Woche will kein Ende nehmen. Meine Kollegin flötet mir fröhlich ein ‚Guten Morgen‘ zu. Diese Psychopathin! Dass ein einzelner Mensch morgens schon so viel quasseln kann. Dann der Gang zur Kaffeemaschine. Auch das noch: Wasser füllen, Bohnen füllen, Trester leeren. Mein erster Gedanke: So wird es später auch im Polizei-Protokoll stehen.

Zurück am Arbeitsplatz erstelle ich meine wöchentliche To-Do-Liste. Ganz oben steht: Warten auf Freitag. Dann das übliche: Präsentationen vorbereiten und Meetings, aus denen man nur zwei Dinge mitnimmt — einmal den Wunsch nach einem starken Kaffee, der einen ins Leben zurückholt und zum zweiten, dass das ‚F‘ in Freitag für Freude steht.

Gegen 17 Uhr endlich: Erleichterung, dass man den Montag überlebt hat. Die hält ungefähr so lange an, bis mir einfällt, dass morgen ja erst Dienstag ist.

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