Glossiert: Der April und eine besondere Göttin

Glossiert: Der April und eine besondere Göttin

Ich bin mir sicher, im April muss Vivaldi „Die vier Jahreszeiten“ komponiert haben. Man erkennt den April daran, dass im Supermarkt das Streusalz neben der Grillkohle angeboten wird.

Wetterkapriolen wie im April gibt es in keinem anderen Monat: Erst denkst du, der Himmel ist kaputt, weil da so ein komisches gelbes rundes Ding dranhängt. Aber dann, Sekunden später regnet es glücklicherweise wieder und du denkst: „Na, dann ist ja doch wieder alles in Ordnung!“ Letztes Jahr im April war es kühler als im Juli, aber wärmer als gedacht.

Am 20. März war kalendarischer Frühlingsbeginn. Ich habe somit ein verbrieftes Recht auf Frühling. Die Vorboten sind ja auch da: die Preise für Tempos sind pünktlich zur Heuschnupfensaison gestiegen, ausgewachsene Wanderbaustellen sind auf der A4 wieder unterwegs und haben teilweise schon Junge mit den putzigen Namen ‚Mäh- oder Markierungsarbeiten‘ geworfen, die zwar noch bei der Mutter leben, aber schon bald selber eine ansehnliche Verkehrsbehinderung darstellen werden.

Im Baumarkt sind die ersten Hochdruckreiniger eingetroffen. Nicht mehr lange, und die Gasgrills werden auch aus dem Süden zurückkehren. Es wird wieder Zeit, der Göttin Bier-Brutzletta zu huldigen.