Kommentar zu teuren Abiturfeiern: Erkennen, was geht. Eine Reifeprüfung.

Kommentar zu teuren Abiturfeiern : Erkennen, was geht. Eine Reifeprüfung.

Abifeiern sind teuer, und sie belasten einige Familien finanziell mehr, als nötig wäre. Doch diese Feiern sind keine Schulveranstaltung. Sie werden von den Abiturienten selbst organisiert. Wer will, dass sich etwas ändert, muss also bei denen ansetzen, die gerade die Reifeprüfung gemacht haben.

Und zur Reife gehört, zu erkennen, was geht. Die Raummiete und ein Buffet lassen sich in den meisten Fällen für eine überschaubare Summe organisieren. Wer dann aber die Musik beim DJ, den Profifotografen für die Erinnerungsfotos und die Partytechnik beim Eventveranstalter bucht, muss wissen, dass das teuer wird.

Ob das die eigene Familie tragen kann, sollten junge Menschen, die eine „Reifeprüfung“ abgelegt haben,  beurteilen können – und entsprechend Einfluss auf die Mitschüler nehmen. Zur persönlichen Reife kann auch gehören, sich einer zu pompösen Veranstaltung komplett zu entziehen, wenn es der eigenen Persönlichkeit widerstrebt.

Eltern, die über die hohen Kosten klagen, könnten ihren Einfluss spätestens bei der Wahl der Kleidung für den Festtag geltend machen und selbst vorleben, dass es auch kleinere Lösungen geben kann. Der eigene Kleiderschrank wird ja nicht leer sein. Einfach mal reinschauen. Es wird sich schon etwas finden, das zum Anlass passt und eine gute Grundlage bieten kann.