Donald Trump und der Kauf von Grönland

Kommentar zu Trump und Grönland : Vorbild Putin?

Am Sonntag hat es US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht: Sein Vorschlag, Grönland den Dänen abzukaufen, ist ernst gemeint – und nicht, wie angenommen worden war, ein Scherz. Noch immer ist nicht klar geworden, was er eigentlich mit der weitestgehend eisbedeckten Fläche anfangen will, auf der rund 56.000 Menschen leben.

Für ein Trump-Hotel oder ein Golf-Resort eignet sich Grönland, ein autonomes Territorium der Dänen, eher nicht. Trump hat zudem in seinen Aussagen zu erkennen gegeben, dass sein Ziel der Begierde nur Schulden verursachen würde. Schielt er also auf Bodenschätze und Ölreserven? Oder geht es ihm nur um einen Platz in den Geschichtsbüchern mit der Fußnote, den USA einen 51. Bundesstaat verschafft zu haben?

Wie auch immer: Die Regierungen Grönlands und Dänemarks haben klar gemacht, dass man nicht daran denkt, zu verkaufen. Doch diese Aussagen gehen etwas am Thema vorbei. Denn am Ende steht es der Bevölkerung Grönlands frei, in einem Referendum über ihr Schicksal zu entscheiden – auch ohne Zustimmung Kopenhagens. Und diese Tatsache könnte auch die Frage beantworten, wie Trump auf die Idee kam. Russlands Präsident Putin, den Trump als starken Mann bewundert, nutzte einst ein Referendum, um seinen Krim-Landraub zu vollenden.

Hat sich dies der US-Präsident zum Vorbild genommen?