Kommentar zum 1. FC Köln: Die Rückkehr zur Ruhe

Kommentar zum 1. FC Köln : Die Rückkehr zur Ruhe

Auf den 1. FC Köln warten in der Fußball-Bundesliga ein paar große Aufgaben, sie heißen FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach.

Es sind aber längst nicht nur die starken Gegner, die dem Aufsteiger Probleme bereiten können, es droht auch, dass sich der FC selbst im Weg stehen könnte. Schon die Zweitligasaison war von wenig Souveränität geprägt, von sportlichen Dellen, menschlichen Missverständnissen und internen Streitigkeiten. Es gab deshalb wieder das, was sie beim FC eigentlich nicht mehr haben wollen: Unruhe.

Die Phase der größten Erfolge in der jüngeren Vergangenheit war schließlich vom genauen Gegenteil geprägt. Der damalige Trainer Peter Stöger und Ex-Sportchef Jörg Schmadtke hatten es lange geschafft, Ruhe in diesen so emotionalen Klub zu bringen. Sie begannen 2013 in der 2. Liga, führten den FC in der ersten Saison souverän zum Aufstieg; in der Bundesliga wurde der Klub erst Neunter, dann schaffte er als Fünfter sogar die Qualifikation für die Europa League. Der Absturz erfolgte, als die Unruhe zurückkehrte. Als Anthony Modeste nach China wollte, als es Kritik an Schmadtkes Einkaufspolitik gab, als Bedenken wegen Stögers Trainingsmethoden aufkamen, als die Ergebnisse nicht mehr passten.

Der FC ist gut beraten, diesen Sommer dazu zu nutzen,erneut Ruhe in den Verein einkehren zu lassen. Mit einer weitsichtigen Trainerwahl und klugen Transfers von einem zurückhaltenderen Armin Veh, mit einer frühzeitigen Weichenstellung für die Präsidiumswahl. Und mit Spielern, die auf dem Platz füreinander und für den 1. FC Köln einstehen.