Kreis Düren: Mehr Krankschreibungen im Kreis Düren

Kreis Düren: Mehr Krankschreibungen im Kreis Düren

Arbeitnehmer im Kreis Düren lassen sich wieder öfter krankschreiben. Das ist das Ergebnis des jährlichen Gesundheitsreports der DAK, der zum dritten Mal in Folge auch regionale Entwicklungen im Kreis Düren auflistet. Von 1000 Arbeitnehmern waren im vergangenen Jahr täglich 33 krankgeschrieben.

Mit einem so genannten Krankenstand von 3,3 Prozent liegt der Kreis Düren exakt im NRW-Durchschnitt, der damit auf das Niveau zu Beginn des Jahrzehnts zurückgekehrt ist.

Zum Vergleich: 2006 lag der Krankenstand in NRW bei nur 2,9 Prozent. Aktueller Spitzenreiter sind die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen und Bottrop, die einen Krankenstand von 4,5 Prozent aufweisen, den niedrigsten hatte 2009 Düsseldorf mit 2,7 Prozent.

Grundlage der bundesweiten Studie sind die Daten der DAK-Versicherten - im Kreis Düren mehr als 40.000. Weil die frühere Angestelltenkasse aber seit Jahren für Jedermann offen zugänglich sei, „sind die Ergebnisse durchaus repräsentativ zu sehen”, erklärt der Dürener DAK-Chef Heribert Weishaupt.

Die häufigste Diagnose bei Krankschreibungen im Kreis Düren stellen auch weiterhin Muskel-Skelett-Erkrankungen dar. Jeder fünfte Arbeitnehmer (19,7 Prozent) wird aus diesem Grund krankgeschrieben. Damit liegt der Kreis Düren allerdings deutlich unter dem Landesdurchschnitt, genauer gesagt sieben Prozent. Deutlich angestiegen (+23,3 Prozent) sind Erkrankungen des Atmungssystems, die nunmehr ebenfalls knapp ein Fünftel aller Fälle ausmachen.

Einen direkten Zusammenhang mit Umwelteinflüssen wie den Tagebauen sieht Heribert Weishaupt allerdings nicht, auch wenn der Kreis bei Atemwegserkrankungen über dem NRW-Schnitt liegt. Auch psychische Erkrankungen nahmen im Kreisgebiet im vergangenen Jahr um zehn Prozent zu.

Auffallend ist weiter: 3,5 Prozent aller Fälle sind Langzeiterkrankte (43 Tage und mehr), die aber 41,1 Prozent aller Krankheitstage ausmachen. Jeder dritte erkrankte Arbeitnehmer ist nach einem bis drei Tagen wieder auf dem Damm oder kehrt zumindest wieder an seinen Arbeitsplatz zurück.

Krankheitsursachen im Kreis im Überblick

Am häufigsten litten die Bürger im Kreis Düren im vergangenen Jahr an Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (19,7 Prozent), gefolgt vom Atmungssystem (18,1 Prozent) und psychischen Erkrankungen (13,3 Prozent).

Weitere Gründe gemäß DAK-Studie im Überblick: Verletzungen (12,0 Prozent), Verdauungssystem (6,3 Prozent), Infektionen (4,7 Prozent), Kreislaufsystem (4,7 Prozent), Nervensystem, Augen, Ohren (4,3 Prozent).

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