Kreis Heinsberg: Mathematik-Wettbewerb: Knobeln kann richtig Spaß machen

Kreis Heinsberg: Mathematik-Wettbewerb: Knobeln kann richtig Spaß machen

Die Mädchen und Jungen kamen mit großer Vorfreude und Begeisterung: zum Rechnen! Und gaben so manchem Erwachsenen ein tolles Beispiel für Ehrgeiz und Lernfreude: An der Katholischen Grundschule Waldfeucht-Haaren wurde zum wiederholten Mal die zweite Runde des landesweiten Mathematikwettbewerbs für Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen des Kreises Heinsberg statt.

Austragungsort ist die Schule, die den Koordinator des Wettbewerbs für die Region stellt. Für den Kreis Heinsberg organisiert Karl-Josef Tholen seit sechs Jahren diese Kreisrunde.

Mathematik — die einen bringt sie zur Verzweiflung, wenn der Kopf raucht und keine (Er-)Lösung in Sicht ist. Die anderen versetzt sie in Verzückung, wenn Aufgaben zu lösen sind, bei denen es um die Ecke zu denken gilt. Der Mathematikwettbewerb für Grundschulen beweist jedes Jahr aufs Neue, dass die Teilnehmer wohl eindeutig zu dieser zweiten Gruppe gehören, die erfahren haben, dass Mathematik sehr unterhaltend sein kann, Knobeln richtig Spaß machen kann und sogar einen echten Wettstreit wert ist. Diese Art von Wettbewerb beansprucht zwar die grauen Zellen, fordert aber keine sportlichen Höchstleistungen. Die Aufgaben, die von zentraler Stelle aus gestellt werden, bieten einen Querschnitt durch die Mathematik und bedienen die verschiedensten Schwierigkeitsgrade.

Die Aufgaben werden von einem landesweiten Aufgabenausschuss für Mathematik-Olympiaden erstellt. Der Wettbewerb läuft über ein Schuljahr und wird in drei Runden ausgetragen (auf Schul-, Kreis- und Landesebene), wobei die erfolgreichsten Teilnehmer ­einer Runde bei der nachfolgenden mitmachen dürfen.

Eingeladen zur zweiten Runde waren alle Schülerinnen und Schüler, die sich bereits im Oktober in der ersten Runde des Wettbewerbs auf Schulebene mit ihren mathematischen Fähigkeiten hervorgetan und qualifiziert hatten. Dabei hatten sich insgesamt über 760 Kinder aus 23 Schulen des Kreises Heinsberg. Die wachsende Teilnehmerzahl in den letzten Jahren ist — neben dem gestiegenen Inte-resse der Kinder — sicherlich auch auf den Unterstützungs- und Förderungswillen der Lehrer und Eltern zurückzuführen. Dieses große Starterfeld beweist, dass es zunehmend Schüler gibt, denen Mathe eben Spaß macht!

Zum Wettbewerb auf Kreisebene trafen sich in der Grundschule Haaren nahezu 220 der qualifizierten 273 Schülerinnen und Schüler (die Grippewelle machte sich leider auch da bemerkbar), um erneut Aufgaben zu bearbeiten, die es in sich hatten.

Bereits bei der Begrüßung durch den Regionalkordinator Karl-Josef Tholen war neben einer verständlichen leichten Aufregung auch die Begeisterung der Kinder, sich in einem Rahmen außerhalb des Schulalltags mit anderen Schülern zu messen und die eigenen Fähigkeiten bei der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben, spürbar. Zwei Schulstunden lang setzten sich die Grundschüler mit den gestellten Anforderungen auseinander. In den Fluren war es äußerst leise, und die Eltern warteten erwartungsvoll und gespannt in der Aula der angrenzenden Verbundschule. Als dann die Schüler aus den Räumen kamen, wirkten nicht wenige leicht geschafft. Tholen dankte den Eltern der teilnehmenden Schüler, aber auch dem „Erfrischungsteam“ sowie den begleitenden Lehrkräften, die Aufsicht führten und mit einer hervorragenden Teamarbeit erneut eine zügige Korrektur gewährleisteten.

In diesem Jahr gelangen den Schülern erneut sehr gute Leistungen — auch dank der guten Vorbereitung und Betreuung durch die begleitenden Lehrer und die mitfiebernden Eltern. Die gestellten Aufgaben — stets eine Wundertüte am Wettbewerbsmorgen sowohl für Kinder wie auch Lehrer — wussten die Teilnehmenden mit eigenen, teilweise ungewöhnlichen Lösungswegen zu beantworten.