Kreis Düren: März-Wetter: Sonnenscheinarm und zu trocken

Kreis Düren: März-Wetter: Sonnenscheinarm und zu trocken

Der erste Frühlingsmonat war zu kalt, sonnenscheinarm und am Ende auch sehr nass. Vor allem in den ersten zehn Tagen dominierte kaltes, in den Hochlagen der Rureifel auch winterliches Wetter mit Schnee und knackigen Frösten. Mildes Frühlingswetter trat aber auch danach nur für wenige Stunden auf.

Die Abweichung von den langjährigen Mitteltemperaturen betrug in Düren minus 1,3 Grad und im Raum Vettweiß/Zülpich minus 1,5 Grad. Es war der erste unterkühlte Monat seit Oktober 2015. Das sehr wechselhafte Wetter wurde zum Monatsausklang sogar noch turbulent mit Sturm und einzelnen Gewittern.

Schon am 1. März stürmte Tief „Aloisa“ mit 70 km/h über den Kreis Düren. Besonders heftig ging es Ostermontag zu. Begleitet von Gewittern wurden Böen der Stärke acht bis neun in allen Höhenlagen gemessen. Im Südkreis wurden 70 km/h gemessen, im Raum Düren 81 km/h und zwischen Jülich und Niederzier sogar 130 km/h am Tagebau Hambach.

Nur an einem einzigen Tag (26. März mit 16 Grad in Düren) wurde die 15-Grad-Marke überschritten, das gibt es nur selten. Es war der niedrigste Spitzenwert seit März 1996. Am 30. März 1998 wurden 25 Grad gemessen, das war das andere Extrem.

Im März gab es häufig Fröste, fast mehr als im Dezember und Januar zusammen. In Düren waren es 13 Frosttage und in Vossenack 16. In Abhängigkeit von der Höhe wurden folgende Tiefstwerte meist am 1. März abgelesen: Vettweiß minus 4,8 Grad, Hasenfeld minus 5, Nörvenich, Vossenack und Heimbach minus 5,9, Schmidt minus 6, Düren minus 6,3 und Hergarten minus 6,8 Grad. Am Erdboden wurde im Rurtal bei Düren minus 10,7 Grad ausgelesen.

Der März blieb sonnenscheinarm. Nur das Hoch „Joachim“ konnte vom 7. bis 21. März die negative Bilanz auffrischen. Gut 15 bis 20 Prozent des Normalwertes wurden in den Sonnenstundensummen addiert. Hier einige Vergleichswerte: Drove 148 Stunden, Aldenhoven 131, Vettweiß 117, Hasenfeld 99, Heimbach 96 und Vossenack 79 Stunden. Der fehlende Sonnenschein hemmte die Entwicklung der Vegetation, somit waren am Monatsende noch viele Bäume und Büsche kahl.

Aufgrund der fast vierzehntägigen Hochdruckwetterlage in der Monatsmitte fiel der März zu trocken aus. Große Regenmengen lieferte nur der 31. März mit Summen zwischen 20 und 25 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich einige Summen: Aldenhoven 34, Hambach 37, Düren 43, Vettweiß 48, Obermaubach und Drove 57 l, Brandenberg 70 l, Hasenfeld und Schmidt 71 l, Hergarten und Vossenack 78 l, Heimbach 80 l und an der Schwammenauel 86 l.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen erreichten die Hocheifelorte mehr Schnee als im ganzen Winter. Die maximalen Schneedecken wurden meist am 6. oder 7. März morgens registriert: Hohes Venn 33 Zentimeter, Höfen 26, Kalterherberg 25 Zentimeter und nur noch 1 Zentimeter in Schmidt. Ab dem 16. März waren die Höhenzüge schneefrei, der Frühling nahm zögernd seinen Lauf.

(kjl)