Erkelenz: Luna, Emma, Paul und Peter bringen Trubel ins Seniorenheim

Erkelenz: Luna, Emma, Paul und Peter bringen Trubel ins Seniorenheim

Immer wenn Luna zu Besuch im Johanniter-Stift Erkelenz ist, freuen sich die Bewohner. Denn Luna ist ein aufgeweckter Australian Shepherd, dessen Frauchen Melanie Gebhardt, Leiterin des Sozialen Dienstes, ihn ständig auffordert, Kunststücke zu lernen.

Auch diesmal ist Luna wieder Gast im Haus. 23 Bewohner haben sich im Mehrzweckraum eingefunden, um mitzuerleben, was der Hund alles kann. Kurz darauf macht Luna Sitz, Platz und eine Rolle oder öffnet sogar Schubladen. „Für Käse macht sie alles”, sagt Melanie Gebhardt.

Über den Australian Shepherd kommt Melanie Gebhardt ins Gespräch mit den Bewohnern. Die Tierliebe im Johanniter-Stift Erkelenz ist groß. Nicht nur im Umgang mit Luna. Denn draußen im Innenhof der Einrichtung lebt seit vielen Jahren Kater Peter. Bewohnerin Anni Flahs hat ihn gezähmt.

Im Wohnbereich 2 leben zudem Emma und Paul, zwei Nymphensittiche. Sie sitzen in einem geräumigen Käfig im Wohnzimmer und unterhalten die Bewohner mit ihrem Gezwitscher. Bewohner Heinrich Stiegels haben es hingegen die wilden Vögel draußen im Hof angetan. Er kümmert sich dort um das Vogelhäuschen samt Futter und jahreszeitlicher Dekoration.

Dass Tiere im Johanniter-Stift eine große Rolle spielen, zeigt sich auch darin, dass Helga Sonn, ehrenamtliche Mitarbeiterin, jede Woche die Bewohner mit ihrem schwarz-weißen Zwergkaninchen Felix besucht.

Einige der Bewohner, die an einer Demenz leiden und vorher kaum ein Wort gesprochen haben, sprechen von ihren Erinnerungen an die Zeit, als sie selbst einmal ein Kaninchen hatten. „Über Tiere gelingt oft die Kontaktaufnahme zu demenziell veränderten Menschen”, weiß Melanie Gebhardt. Deshalb wird auch Luna weiterhin regelmäßig das Johanniter-Stift und seine Bewohner besuchen.

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