Stolberg: Zweiter Anlauf für Pickhardt

Stolberg: Zweiter Anlauf für Pickhardt

Seit nahezu zwei Jahren zieht sich der Versuch von Ferdi Gatzweiler hin, Andreas Pickhardt zu befödern. Heute unternimmt der Bürgermeister in der nicht öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses einen neuen Anlauf, den nach A13 alimentierten Fachbereichsleiter für Planung, Wirtschaftsförderung und Kultur zum Stadtoberbaurat nach Besoldungsgruppe A14 zu ernennen.

Vor wenigen Wochen noch hatte das Verwaltungsgericht nach zwei Konkurrentenklagen die Beförderung aus fomalen Gründen für rechtswidrig gehalten.

Denen hat der Verwaltungschef mit einer erneuten Ausschreibung der Beföderungsstelle Rechnung getragen. Drei Mitarbeiter haben sich darauf beworben.

Nach den Kriterien Eignung, Befähigung und fachliche Leistung kommt Gatzweiler zu dem Schluss, dass Pickhardt „der am meisten geeignete Bewerber” für die Beförderung ist und schlägt dem Hauptausschuss seine Ernennung zum Stadtoberbaurat (A14) zum 1.Juli vor. Die von Pickhardt ausgefüllte Stelle ist mit Besoldungsgruppe A16 höher bewertet.

Auch der Personalrat hat mittlerweile der beabsichtigten Beförderung des Fachbereichsleiters zugestimmt, weil „es aufgrund der Vorlage keinen objektiven Grund mehr gibt, dem nicht mehr zuzustimmen”, erklärte der stellvertretende Personalratsvorsitzende Michael Dehlens auf Anfrage. Die Mitarbeitervertretung hatte zuvor immer darauf verwiesen, dass eine Reihe langjähriger Beamte noch auf ihre Beförderung warten.

Im Sommer 2008 hatte Gatzweiler versucht, den knapp zwei Jahre zuvor aus der Privatwirtschaft als Amtsleiter zur Stadt gewechselten Pickhardt per Ausnahmegenehmigung des Innenministers zu befordern, als dieser als Beamter zur Anstellung noch in der Wartezeit war.

Nach Widerstand im Rat zog er den Vorschlag zurück und startete nach der Kommunalwahl und nach Verleihung des Beamtenstatus auf Lebenszeit an den Fachbereichsleiter im Herbst letzten Jahren einen erneuten Anlauf.

Der passierte unter dem Protest des Personalrates und entgegen der Empfehlung der Einigungsstelle zwar mit den Stimmen der Ampel-Koalition den Stadtrat, scheiterte dann aber an den Konkurrentenklagen vor Gericht.

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