„Vichter Moped-Treffen“: Zweiradschätzchen rund ums Pfarrheim

„Vichter Moped-Treffen“ : Zweiradschätzchen rund ums Pfarrheim

Nach oben gibt es keine Grenze. Diesem Eindruck konnte man sich jedenfalls beim „11. internationales Vichter Moped-Treffen“ am Samstag nicht entziehen, als im Vergleich zum vergangenen Jahr noch mehr Zweirad-Interessierte Besucher zu dem Treffpunkt rund um das Vichter Pfarrheim St. Johannes Baptist strömten.

Diese Erfolgsserie lässt die Spekulation aufkommen, dass das, vom „Vichter Motor-Club e.V. im ADAC“, kurz VMC, organisierte Event irgendwann an einem anderen Standort stattfinden wird. Schließlich ist die Veranstaltung bei vielen Motorsport-affinen ein fester Bestandteil ihres Kalenders – findet es doch immer am ersten Samstag im August statt – und ein mehr an Platz würde noch weiteren Ausstellern Ausstellungsflächen bieten und Besucher anziehen.

„Dazu wird es aber eher nicht kommen“, schüttelt einer der Hauptorganisatoren des Treffens, Achim Wartensleben, den Kopf, während er nebenbei unablässig damit beschäftigt ist den laufend eintreffenden Zweirädern sowie den vierrädrigen Oldtimern den Weg zu den für sie reservierten Stellplätzen zu weisen. „Zum einen finden wir in Sachen Infrastruktur an diesem Standort ideale Bedingungen vor und zum anderen mögen unsere Besucher die familiäre Atmosphäre, die sie hier vorfinden. Außerdem könnten wir mit dem uns zur Verfügung stehenden „Manpower“ auch kein größeres Treffen stemmen“, fügt er erklärend hinzu und ergänzt: „auch wenn wir an einem Tag wie heute, aufgrund des guten Zusammenhalts in Vicht, zuverlässig auf „vereinsfremde“ Hilfe bauen können.“

In diesem Sinne übernahm dann auch im Laufe des Tages die Vichter Feuerwehr die vielfältige kulinarische Versorgung, während die etwa 20 Aktiven des VMC sich unter die schlendernden Schrauber, Sammler und Bewunderer, die sich an den Verkaufsständen an Nützlichem oder manchmal auch Skurrilem erfreuten oder die zahlreichen, teils außergewöhnlichen, „Gefährte“ bestaunten, mischten.

Und was es nicht alles zu sehen und entdecken gab: Rennmaschinen von 1955 wechselten sich ab mit alten Militärmaschinen, neben liebevoll gepflegten Motorrädern mit Beiwagen fand man aktuelle „Youngtimer“, auf reine „Showobjekte“ folgten „Schätzchen“, die man käuflich erwerben konnte. Lag bei jemandem das Hauptinteresse auf der Restauration der Maschinen, erhielt er durch die zahlreichen Fachgespräche, die links und rechts geführt wurden, den ein oder anderen Tipp noch kostenlos dazu: „Meine Maschine fährt mit dem Antriebsgummi eines Kadett E“, erklärte beispielsweise ein stolzer Zündappbesitzer, während er unter den Blicken zahlreicher Umstehender seine Maschine zum Brummen brachte. Der Schrauber neben ihm bildete anhand von Vorher/Nachher Bildern ab, wie seine investierte Zeit sich gelohnt hatte.

Auffällig war an diesem Tag übrigens, dass das „Schrauben“ wohl immer noch eine Männerdomäne zu sein scheint, denn obwohl auch viele Damen inzwischen der Faszination Zweirad erlegen sind, fachsimpelten hier doch eher die Männer. Ob dieser Trend sich im nächsten Jahr ändern wird und mehr weibliche Besucher sich unter die Herren, die in diesem Jahr nicht nur aus der Region, sondern aus ganz NRW, Belgien, den Niederlanden oder Großbritannien in das beschauliche Vicht strömten, mischen werden? Man(n) darf gespannt sein.

(abu)
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