Stolberg: Zwei Verletzte nach Kellerbrand in der Altstadt

Stolberg: Zwei Verletzte nach Kellerbrand in der Altstadt

Am Montagmorgen ist auf der Klatterstraße in der Stolberger Altstadt schon gar nicht mehr zu sehen, was sich hier wenige Stunden zuvor, in der Nacht von Sonntag auf Montag, abgespielt hat: Im Keller eines Mehrfamilienhauses ist ein Feuer ausgebrochen. Zehn Menschen, die zu diesem Zeitpunkt in ihren Betten liegen, sind in Gefahr.

Die Stolberger Feuerwehr kann durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern. „Wir sind gegen 3.07 Uhr alarmiert worden“, erklärt Michael Konrads, Sprecher der Feuerwehr, am Montag auf Anfrage unserer Zeitung. Ein verqualmtes Mehrfamilienhaus ist gemeldet worden, die Bewohner befinden sich zu diesem Zeitpunkt teilweise noch im Haus. Da bei diesem Notruf auch Gefahr für Menschenleben besteht, schickt die Einsatzzentrale neben der Hauptwache auch noch den zweiten und vierten Löschzug in die Altstadt: Kameraden aus Atsch, Büsbach, Donnerberg, Mitte, Münsterbusch, Mausbach, Vicht und Zweifall rücken an. Am Ende sind etwa 40 Wehrleute. Auch der Rettungsdienst der Feuerwehr und der Notarzt waren vor Ort.

In den Straßen der Altstadt ist solch ein Einsatz für die Feuerwehr kein leichtes Unterfangen. Den Bereitstellungsraum richten die Retter am Willy-Brandt-Platz ein. Ein Fahrzeug wird an der Ecke Steinweg/Mühlenweg abgestellt, von dort geht es für die Wehrleute und den Schlauch etwa 60 bis 70 Meter zu Fuß weiter. „Die Klatterstraße ist für unsere Fahrzeuge zu eng“, erklärt Konrads.

Die ersten Einsatzkräfte dringen sofort unter Atemschutz in das verqualmte Haus ein. Der Rauch ist bis ins dritte Obergeschoss gezogen. Der Brandherd, eine Waschmaschine, befindet sich im Keller. Warum sie brennt, und wie lange schon, ist zunächst noch unklar. Gelöscht ist das Feuer jedenfalls im Handumdrehen.

Gleichzeitig werden die Bewohner in Sicherheit gebracht: Zehn Menschen, davon zwei Kleinkinder, bringen die Wehrleute ins Freie. Dort werden Sie vom Notarzt gründlich untersucht. „Zwei mussten wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden“, erklärt Konrads. Zwischenzeitlich haben die beiden das Krankenhaus wieder verlassen können.

Familie muss ins Hotel

Mit einem Hochleistungslüfter wird der Rauch aus dem Treppenhaus und Keller entfernt, so dass die Bewohner bald wieder zurück in ihre Wohnungen können. Lediglich eine der Familien muss im Hotel untergebracht werden, da die Wohnung laut Angaben der Polizei bis auf Weiteres nicht bewohnbar ist. Nach rund zwei Stunden ist der Einsatz für die Stolberger Feuerwehr vorbei, die Kräfte können abrücken. Nur Rußablagerungen im Treppenhaus erinnern jetzt noch an die unruhige Nacht.

Gegen fünf Uhr wird der Einsatz formell an die Polizei übergeben. Den Montag über sind die Brandermittler der Aachener Kriminalpolizei damit beschäftigt, die genaue Brandursache zu ermitteln. „Die Kollegen haben uns bestätigt, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt hat“, erklärt Petra Wienen von der Pressestelle des Aachener Polizeipräsidiums.

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