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Stolberg: Zwei Jahre und zehn Monate hinter Gittern

Stolberg : Zwei Jahre und zehn Monate hinter Gittern

Statt mit Marihuana hat ein Angeklagter aus Stolberg nun mit Zitronen gehandelt. Der Mann im mittleren Alter wurde vom Aachener Landgericht wegen der Anlage einer Hanf-Plantage auf seinem Hof in Stolberg-Mausbach zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Der Angeklagte gab vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichts alles zu. Er wollte reinen Tisch machen, von dem Stoff und seiner gleichzeitigen Kokain-Abhängigkeit einfach nichts mehr wissen.

Damals Ende 2003 machte er, so erklärte er dem Vorsitzenden Richter Wolfgang Diewald, die Bekanntschaft eines professionellen Hanf-Pflanzers, der im übrigen den Behörden seit längerem einschlägig bekannt ist.

Der und ein Kompagnon hätten ihm den Vorschlag gemacht, die große Halle an der Seite seines Hofes in der Industriestraße in ein großzügiges Drogengewächshaus umzubauen.

Den Elektriker, der später die erforderlichen Strommengen direkt von der Hauptleitung abzapfte, brachte er gleich mit, das biologische und technische Know how ebenso.