Stolberg: Zuschauer geben bei diesem Stück den Ton an

Stolberg: Zuschauer geben bei diesem Stück den Ton an

Schauspieler des Improvisationstheaters aus Kaarst zeigten beim regionalen Gastspiel im Stolberger Burghoftheater an der Aachener Straße, wie spontane Improvisationstalente schauspielerisches Können präsentieren, ohne dabei einem einzigen Drehbuch zu folgen.

Diese Art der Schauspielerei definiert sich nicht aus einstudierten Szenen und beweist: Improtheater ist anders. So verlangt es dem Schauspieler ein hohes Maß an Spontaneität und Kreativität ab, denn es sind die Zuschauer, die den Ton angeben und den Verlauf des Theaterstückes - durch künstlerische Umsetzung der Darsteller - bestimmen.

Unter Leitung des Schauspielers Christoph Kühne sowie unter des Ritualspruchs „Fünf, vier, drei, zwei, eins - Disziplinlos” begannen die Akteure Ernst Geesmann, Susanne Herse, Alexander Mikliss, Uta Mikliss und Jennifer Rieb jede Szene unerwartet und entsprechend der Zuschauervorgaben „disziplinlos”.Auch endete jeder Akt unvorhersehbar, schließlich wurde ein jedes Ende erst zum Schluss entwickelt und beschlossen.

Ob schwebende Jungfrau, Soldat, Masseur oder Zauberkünstler, ob die Vorstellung gedanklich an einem Bahnhof oder in einem U-Boot umgesetzt werden sollte, ob freudiger oder trauriger Gemütszustand - das überraschende Agieren ermöglichte dem Darsteller eine perfekte Inszenierung improvisierter Theatervorführungen. Disziplinen, wie das „Wechselbad der Gefühle” oder die „Zettelszene” - gleich ob als Zeichentrickfilm umgesetzt oder ob von der Oper inspiriert - wurden von den Künstlern gekonnt und unerwartet spontan in Szene gesetzt.

Als „Regisseur” oder „Drehbuchautor” fühlte sich das Publikum bestens unterhalten und genoss mal eine vollkommen andere Darstellungsform der Schauspielerei.

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