Stolberg-Donnerberg: Zirkus „Aladin“: Manege frei auf dem Donnerberg

Stolberg-Donnerberg: Zirkus „Aladin“: Manege frei auf dem Donnerberg

Seelenruhig grasen sie auf der Wiese neben der Hastenrather Straße auf dem Donnerberg, setzen dabei ganz gemütlich einen Fuß vor den anderen und blicken nur ab und zu auf, um sich in der Umgebung umzusehen. Die Kamele des Zirkus „Aladin“, die Sonntagnacht ausgebüxt waren und für einen Polizeieinsatz auf der Zweifaller Straße gesorgt hatten, sehen aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben.

„Sie sind ganz entspannt und bereit für die Show“, sagt Nicki Halfmann, die zur Zirkus-Crew von „Aladin“ gehört, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ab Donnerstag geben die menschlichen und tierischen Artisten vier Vorstellungen: von Donnerstag bis Samstag jeweils um 15.30 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr.

Doch auch Gäste, die sich einfach nur mal auf dem Gelände umsehen wollen, sind jederzeit willkommen. „Wir sind ein sehr offener Zirkus und freuen uns über Besuch“, sagt Nicki Halfmann, und just in diesem Moment kommt eine Stolbergerin mit ihrer Enkelin vorbei, um die Ponys und Pferde zu streicheln.

Neben den Kamelen gibt es im „Aladin“ nämlich noch viele weitere tierische Mitarbeiter: Stattliche Pferde, kleine Ponys, Lamas und sogar Würgeschlangen, die besonders mutige Zuschauer auch mal streicheln dürfen. „Bei uns tritt sogar ein kleines Einhorn auf“, verrät Nicki Halfmann mit einem Augenzwinkern.

Die menschlichen Zirkusmitarbeiter bieten ihrem Publikum eine bunte Artistik-Mischung: Trapezkünstler sind dabei, Seilläufer, Feuerspucker und zwei Clowns dürfen, wie es sich für einen ordentlichen Zirkus gehört, natürlich auch nicht fehlen. Die jüngeren Zuschauer hofft die Crew mit einem Auftritt von Elsa und Olaf aus dem Disney-Hit „Die Eiskönigin“ begeistern zu können.

„Es wird in der heutigen Zeit schon immer schwieriger, Kinder für den Zirkus zu begeistern“, sagt die 23-jährige Nicki Halfmann, die seit mittlerweile sechs Jahren zur Aladin-Familie gehört. Häufig machten die ältere Kinder und Jugendliche ganz gelangweilte Gesichter, wenn sie und ihre Kollegen von den Vorstellungen berichten. „Doch wenn die Kinder dann kommen und sich über die Vorstellungen freuen, das ist für uns das Allergrößte.“

Nach den Auftritten in Stolberg geht es für die Zirkusleute für zehn Tage ins benachbarte Eschweiler, anschließend beziehen die Artisten und Tiere ihr Winterquartier in Aldenhoven.

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