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Beseitigung der Flutschäden: Zeitplan zur Sanierung des Steinwegs wird konkret

Beseitigung der Flutschäden : Zeitplan zur Sanierung des Steinwegs wird konkret

Die Entscheidung ist gefallen: Mit der Sanierung des Steinwegs in der Stolberger Innenstadt soll begonnen werden, bevor das geplante Factory Outlet eröffnet wird.

Noch gleicht die Talachse in der Stolberger Innenstadt einem Asphalt-Flickenteppich. An vielen Stellen ist nach der verheerenden Flut vom 14. und 15. Juli 2021 nur provisorisch ausgebessert worden, um die Straßen möglichst schnell wieder befahrbar zu machen. Die eigentliche Sanierung der schwer beschädigten Infrastruktur folgt noch – und sie startet im Steinweg, wie jetzt klar ist.

Am 25. August vergibt der Bau- und Vergabeausschuss in nicht öffentlicher Sitzung die Planungsleistungen zum Neuausbau des Steinweges nach dem Hochwasser. „Anfang 2023 wollen wir mit dem Steinweg beginnen. Diese Entscheidung hängt auch mit dem geplanten Factory Outlet zusammen“, erläutert Tobias Röhm auf Anfrage. Der Erste und Technische Beigeordnete der Stadt Stolberg bestätigt damit die naheliegende Vermutung, dass die zentrale Straße für das zukunftsweisende Projekt so schnell wie möglich erneuert werden soll.

Damit wartet die Verwaltung nicht ab, bis die Ladenlokale von den möglichen neuen Mietern entsprechend hergerichtet worden sind, sondern wählt eine andere Variante: Die Sanierung des Steinwegs hat Priorität. „Sonst wären die Outlet-Geschäfte zu lange überhaupt nicht richtig erreichbar“, stellt Röhm fest.

Eine Bauzeit kann er hingegen noch nicht prognostizieren. „Die wird maßgeblich davon abhängen, welchen Einfluss die Ergebnisse des Verkehrskonzepts noch auf die Planung haben.“ Das Verkehrskonzept zur Talachse befindet sich aktuell in der Bürgerbeteiligung. Bis Anfang 2023 sollen die Anregungen von der zuständigen Mobildenker GmbH ausgewertet werden. Dann steht auch fest, wie der Steinweg entwickelt wird.

Der Fokus des Konzepts liegt vor allem auf einer fahrrad- und fußgängerfreundlichen Innenstadt, um dem festgelegten Leitbild einer nachhaltigen Mobilität in Stolberg zu folgen. „Wir möchten mehr Qualität und einen durchgehenden Radverkehr entlang der Talachse sicherstellen“, nennt Tobias Röhm das Ziel. Demnach wird der Steinweg nach Wiederaufbau voraussichtlich anders aussehen als vor der Flutkatastrophe.

Dass die planerische Ingenieursleistung jetzt schon im Fachausschuss vergeben wird, obwohl das Verkehrskonzept erst in einem halben Jahr vorliegen soll, ist laut dem Beigeordneten sinnvoll. „Wir sind froh, wenn das beauftragte Planungsbüro und die Mobildenker GmbH noch ein Stück weit zusammen agieren können.“ So könnten die beiden beteiligten Stellen sich rechtzeitig austauschen und gegebenenfalls gegenseitig wertvolle Hinweise geben.