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Stolberg: Wünsche: Liebe und die D-Mark zurück

Stolberg : Wünsche: Liebe und die D-Mark zurück

Wünsche für das neue Jahr sind so alt wie die Menschheit selbst. Stets sehnen sich Menschen nach Frieden und Gesundheit. Das ist auch heute der Fall. Wer Stolberger nach ihren Hoffnungen fragt, erfährt zum Teil ganz Persönliches.

So auch von Michaela Köhler, die trotz ihrer erst 14 Jahre heftig unter Liebeskummer leidet. Ihr Herzallerliebster hat sich einer anderen zugewandt. „Ich hoffe so sehr, dass er wieder mit mir zusammen kommt”, gesteht das Mädchen mit den kindlichen Zügen.

Aber: „Er liebt mich, dass gibt er mir ganz deutlich zu verstehen”, beteuert Michaela Köhler.

Euro gleich Teuro

Ein Wunsch in Sachen „Herzensangelegenheiten” äußert der 60-jährige Mustafa Zengin: „Ich suche eine liebe Frau, die meinen Kindern eine gute Mutter ist.” Schön sollte sie auch sein, ergänzt der Witwer.

Das wollen viele: Die gute alte D-Mark zurückhaben. Mit seinen 14 Jahren ist Ednan Zafar der jüngste unter den „Mark-Anhängern”. „Die haben aus Mark Euro gemacht. Für mich ist Euro gleich Teuro”, kritisiert der Jugendliche.

Auch Timo Günter, 22 Jahre, und sein Chef René Weber sehnen die alte Währung zurück. „Ich hoffe, dass im kommenden Jahr die Wirtschaft wieder ans Laufen kommt und dass die Regierung ausgewechselt wird”, nimmt der 40-jährige René Weber kein Blatt vor den Mund.

Dankbar für Arbeitsplatz

„Die Mark wäre mir tausend Mal lieber als der Euro”, schlägt Margot Zautys in die gleiche Kerbe. Und: „So wie ich denken viele Deutsche”, glaubt die 49-Jährige.

Angesichts der zahlreichen Firmen, die Konkurs anmelden, Stellen abbauen oder in Billiglohnländer abwandern, könne man für einen sicheren Arbeitsplatz dankbar sein, das findet Jürgen Karl. Der 35-Jährige hat für das neue Jahr nur einen Wunsch: Dass er seine Arbeit behält.

Lehrling Florian Lohrsträter fordert „mehr Rechte für Lehrer”. „Viele Schüler haben doch heute keinen Respekt mehr vor den Lehrern.” Den Lehrern müsste man mehr Spielraum bewilligen, damit die Qualität des Schulsystems wieder steigt.

Ein Baby fürs Mariechen

Im neuen Jahr tauscht Veronika Sievers die Tanzschuhe gegen Windeln: Die junge Frau erwartet im Juli ihr erstes Kind und freut sich riesig auf das Ereignis. Für 2004 hat das langjährige Tanzmariechen der „Mölle” nur einen Wunsch: „Dass das Baby gesund wird.”

Ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, ist ihr schnuppe: „Hauptsache, alles ist dran und es es kann tanzen”, meint sie mit Augenzwinkern. Schließlich müsse doch für Nachwuchs bei der „Mölle” gesorgt sein...