Führung zu den Stolberger Kupfermühlen: Wo wilde Auenlandschaften und Industrie aufeinandertreffen

Führung zu den Stolberger Kupfermühlen : Wo wilde Auenlandschaften und Industrie aufeinandertreffen

Mit dem Gästeführer Peter Sieprath können Interessierte am Sonntag, 5. Mai, entlang des Münsterbaches und der alten Kupfermühlen durch die wildwüchsige Auenlandschaft wandern und Wissenswertes über die Mühlen und ihre wechselhafte Geschichte erfahren.

Die Kupfermühlen im heutigen Naturschutzgebiet Münsterbachtal (Indetal) wurden Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Heute sind diese in ihrer früheren Funktion kaum zu erkennen und doch trägt jede dieser ehemaligen Produktionsstätten charakteristische Merkmale.

Treffpunkt der circa dreistündigen Wanderung ist um 14 Uhr am Parkplatz an der Hamm-Mühle in Atsch. Nach einer kleinen historischen Einführung wird der Münsterbach überquert, um zur Nepomucenusmühle zu gelangen. Sie diente zunächst der Kupferindustrie, später wurde sie als Streichgarn-Spinnerei und schließlich als Filztuchfabrik genutzt.

Die Mühle trägt den Namen des Heiligen Johannes Nepomuk, Schutzpatron der Müller und Brücken. Anschließend avisiert die Tour die Buschmühle. Auch die Buschmühle wurde zunächst als Kupfermühle betrieben und bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts als Feintuchfabrikation genutzt. Nach dem Untergang der Tuchfabriken wurde die Buschmühle als Getreideschrotmühle genutzt.

Wenig später sehen die Teilnehmer die Haumühle. Sie war um 1650 im Besitz der Reichsabtei Kornelimünster, später wurde auch sie für die Herstellung von Stoffen genutzt, präziser als Tuchfabrik und Färberei.

Für die Wanderung sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk anzuraten.Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Tickets zum Preis von 7 Euro und weitere Informationen sind bei der Stolberg-Touristik, Telefon 99900-81 oder unter www.stolbergtouristik.de erhältlich.

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