Stolberg: Wirtschaftsweg wird zur Rennstrecke für Mountainbiker

Stolberg: Wirtschaftsweg wird zur Rennstrecke für Mountainbiker

„Eigentlich könnte alles so bleiben, wie es jetzt ist“, sagt Werner Glasmacher und fügt nach wenigen Sekunden hinzu: „Wenn die Leute hier auch vernünftig fahren würden.“ Davon sei man in der Straße Auf dem Horst derzeit allerdings noch weit entfernt. Der Grund: Der Wirtschaftsweg Richtung Süssendell werde seit der Kanalbaumaßnahme immer wieder von Mountainbikern als Rennstrecke genutzt.

Die Sportler begeistern sich für den Wirtschaftsweg, da dieser sich durch seine Hanglage ideal für Touren eignet. Es gibt jedoch ein Problem. Vermehrt haben Werner Glasmacher und sein Sohn Stefan bereits beobachtet, dass die Sportler mit hoher Geschwindigkeit von Süssendell auf die Straße Auf dem Horst kommen und damit für gefährliche Situationen sorgen.

„Extreme Situationen“

„Wenn wir und unsere Nachbarn aus der Einfahrt kommen, können wir die Mountainbiker nicht kommen sehen“, beschreibt Werner Glasmacher die momentane Situation. Das sei jedoch nicht das einzige Problem. Auch diejenigen, die die Straße hochfahren, haben keine Möglichkeit, die heranfahrenden Biker früh genug wahrzunehmen. So komme es regelmäßig zu „extremen Situationen“, wie Sohn Stefan sagt.

Diese wiederum hätten weitreichende Konsequenzen. Die Kinder draußen auf der Einfahrt spielen lassen? Mittlerweile sei dies viel zu gefährlich, sagt der Familienvater. Immer wieder habe er Mountainbiker angesprochen und sie darum gebeten, auf die Kleinen Rücksicht zu nehmen.

Dabei sei er jedoch lediglich auf taube Ohren gestoßen. „Die werden zum Teil wirklich frech und verweisen dann darauf, dass das ein Radweg ist. Das sehe ich aber anders“, sagt er und verweist auf die deutlichen Bremsspuren, die auch in diesen Tagen unübersehbar sind.

Erst vor einigen Tagen hat Werner Glasmacher beobachtet, wie ein Mountainbiker auf dem Lenkrad liegend um die Ecke bog. „Gott sei Dank kam kein Auto die Straße hoch, er hätte keine Chance gehabt“, ist sich der Anwohner sicher und fügt an: „Die sind hier auch schon gegen die Mauer gedonnert.“

Bereits in mehreren Gesprächen habe man versucht, mit dem Ordnungsamt eine Lösung zu finden. Das Ergebnis: „Man konnte nur einen Spiegel und ein Hinweisschild ,Achtung Ausfahrt‘ anbieten“, sagt Glasmacher. Der Spiegel sollte auf der anderen Straßenseite montiert werden. „Der Spiegel würde uns zwar bei der Ausfahrt helfen, aber den Autofahrern, die von unten kommen, hätte das trotzdem nicht geholfen. Das Hinweisschild ebenso“, sagt er.

Lösung muss dringend her

Werner und Stefan Glasmacher hoffen, dass sich bereits bald etwas an der momentanen Situation am Wirtschaftsweg ändert. „Es muss dringend eine Lösung gefunden werden, bevor noch jemand ernsthaft verletzt wird“, macht Werner Glasmacher auf die derzeitige Lage der Anwohner aufmerksam.