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Aachen: Wirtschaftsplan durchgewunken

Aachen : Wirtschaftsplan durchgewunken

Der Schulverband in der Städteregion Aachen, Träger der neun Berufskollegs mit 18351 Schülern in Stadt und Kreis, hat einen guten Start hingelegt.

Zwischen Stadt- und Kreispolitikern gab es in der ersten Verbandsversammlung nach der Kommunalwahl weder bei personellen noch bei inhaltlichen Fragen Differenzen, auch parteiübergreifend war man sich einig. Und so wurden sämtliche Entscheidungen einstimmig getroffen.

Die wichtigste war die über den Wirtschaftsplan für das Jahr 2005. Er weist rund 17,8 Milllionen Euro an Einnahmen und Ausgaben aus und ist mit der Bezirksregierung Köln abgestimmt, wie der stellvertretende Verbandsvorsteher, Kreis-Schuldezernent Gregor Jansen, erklärte.

Auch die neun Schulleiter seien an dem Zahlenwerk beteiligt gewesen. Größter Einzelposten bei den Ausgaben sind mit etwa 10,5 Millionen Euro die gebäudebezogenen Kosten (Mieten und Nebenkosten, etwa für Heizung, Strom, Wasser und Abfallbeseitung).

Der Schulverband ist nämlich nicht Eigentümer der Schulgebäude, sondern mietet sie bei Stadt beziehungsweise Kreis an. Die Personalkosten für 50 Stellen (z.B. für Hausmeister und Sekretärinnen) sind mit gut 2 Millionen Euro veranschlagt, etwa 1,3 Millionen Euro kostet die Informationstechnik für die Kollegs pro Jahr, für die Ausstattung der Kollegs stehen 543.000 Euro im Wirtschaftsplan.

Die Einnahmequellen sind über- schaubar: Den dicksten Batzen mit 17,5 Millionen Euro bringen die Gesellschafter auf. Entsprechend der Satzung zahlt der Kreis knapp 7,4 Millionen Euro Umlage, die Stadt Aachen ist mit 10,1 Millionen dabei. Etwa 304.000 Euro nimmt der Schulverband laut Plan zudem über Personalkostenerstattung sowie Vermietung/Untervermietung von Räumen ein.

Ob letzteres gelingt, ist offen. Denn noch gibt es keinen „Entgelttarif” für die Vermietung von Räumen für Veranstaltungen an Dritte, etwa Vereine. Die Verwaltung hat der Schulverbandversammlung zwar einen Entwurf für eine einheitliche Entgeltregelung vorgelegt, doch die Fraktionen haben noch Beratungsbedarf und vertagten die Entscheidung auf die nächste Sitzung im April 2005. Bis dahin gelten die bisherigen Regelungen von Stadt (festgelegte Tarife) und Kreis (Einzelfallentscheidungen) weiter.