Wirtin Matousék erklärt Wegwerfbecher bei der Stadtparty

Glas ist verboten : Warum erst nächstes Jahr Mehrwegbecher bei der Stadtparty kommen

Die Debatte über die Verwendung von Wegwerfplastik bei der Stadtparty zieht weitere Kreise, nachdem der Hauptausschuss im Juli beschlossen hatte, Alternativen zu verwenden bei städtischen Veranstaltungen.

Als für die Bewirtung der Gäste auf dem Kaiserplatz verantwortliche Unternehmerin erklärt Marita Matousék, warum es an diesem Wochenende doch noch einmal Wegwerfplastik geben wird.

„Im Grunde besteht Konsens im Stadtrat und darüber hinaus, zukünftig keine Einwegbecher mehr für den Getränkeausschank zu nutzen“, sagt Matousék und verweist auf den zurückliegende Jahrhundertsommer mit Temperaturen von teils über 40 Grad. „Das hat uns wohl allen vor Augen geführt, wie wichtig es ist, konsequent auf ökologisch nachhaltigere Angebote umzustellen.

Aber Einweggeschirr wurde im vergangenen Jahr „in großer Zahl angeschafft, da die bis dahin verwendeten Gläser wegen der mit einem neuen Sicherheitskonzept verbundenen Auflagen keine Verwendung mehr finden durften“, erklärt die Festwirtin. „Ich habe beide Entscheidungen von Anfang an unterstützt, obwohl für mich als erfahrene Gastronomin die Verwendung von echten Gläsern stets auch ein Teil der deutschen Trinkkultur ausgemacht hat und noch immer ausmacht“, sagt Matousék.

Gemeinsam mit den Koalitionsfraktionen sei vereinbart worden, zunächst die bereits beschafften Restbestände aufzubrauchen, bevor dann im kommenden Jahr die nunmehr geforderten Mehrweg-Plastikbecher für rund 2000 Besucher „durch mich und auf eigene Kosten beschafft werden“, so die Gastronomin weiter. „Die Entsorgung von vorhandenen und ungenutzten Bechern erschien keiner Seite ökologisch oder ökonomisch sinnvoll.“

Matousék weiter: „Es ist bedauerlich, dass durch den öffentlichen Rückzug der KG Sündenböcke unter Leitung des designierten Stadtprinzen André Hennecken nun dieser bislang bestehende politische Konsens aufgekündigt wurde.“ Weder der Umwelt werde dadurch geholfen noch der erforderlichen und bereits intensiv geführten Debatte geholfen. „Vielmehr ist ein Schaden für die Stadt entstanden“, sagt Marita Matousék.

Es bleibe zu hoffen, dass die Stolberger trotz alledem die vielfältigen Angebote wahrnehmen, die viele Ehren- und Hauptamtlern über die vergangenen Monate vorbereitet haben, und dass die sehr sehenswerten Konzerte besucht werden, die die Verwaltung kostenfrei präsentiert.

(-jül-)