Stolberg: Wertstoffhof: Nur Munition für Wahlkämpfer

Stolberg: Wertstoffhof: Nur Munition für Wahlkämpfer

„Der Bürgermeisterkandidat der CDU sollte solche Scharmützel nicht auch nicht anheizen“, reagiert Bürgermeister Ferdi Gatzweiler auf die Angriffe von Dr. Tim Grüttemeier zu den Verhandlungen über den Wertstoffhof.

Der Herausforderer um den Chefsessel im Rathaus hätte „Zurückhaltung wahren sollen, bis die Sache aufgeklärt ist“, sieht der Verwaltungschef in den Aussagen des Christdemokraten Wahlkampfmunition. „Ein Anruf bei dem ihm politisch nahe stehenden Fachbereichsleiter hätte aufklären können, dass es aus der Lenkungsgruppe heraus eine solche Anweisung nicht gegeben hat“, sagt Gatzweiler.

Er sei selbst entsetzt gewesen, als er die Aussage gelesen habe, dass die Stadt der Regio-Entsorgung signalisiert habe, nicht mit der Firma Koch zu verhandeln. Unverzüglich habe er den zuständigen Fachbereichsleiter Walter Wahlen um eine Stellungnahme gebeten, mit dem Ergebnis, dass es keine Aussage zu einer Nicht-Kontaktaufnahme gegeben habe.

In der Sache habe der Stadtrat die Abfallentsorgung nebst Einrichtung eines Wertstoffhofes an die Regio-Entsorgung übertragen. Diese sei dann auch verantwortlich für die Verhandlungsführungen, nicht die Stadt, betonte der Bürgermeister. Die Verwaltung habe lediglich assistiert mit einer vom Fachbereichsleiter eigenverantwortlich geführten Lenkungsgruppe, etwa zu Abgleich und Übergabe der erforderlichen Daten.

Wenn eine solche Aussage zu einer Nicht-Kontaktaufnahme aus der Verwaltung gekommen wäre, wäre dies eine sehr unangenehme Angelegenheit, die aufgeklärt werden müsse. Er selber habe dies bei Arthur Koch in einem Gespräch aufgeklärt und klar gestellt, dass es keine Ungleichbehandlung durch die Stadt gebe, so Gatzweiler.

(-jül-)
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