Stolberg: Weihnachtsmarkt wird immer beliebter

Stolberg: Weihnachtsmarkt wird immer beliebter

Der Duft von Plätzchen, gebrannten Mandeln und Glühwein liegt fast schon in der Stolberger Luft, doch adventliche Stimmung wird sich bei Jürgen Gerres wohl erst am Sonntagmittag, 23. November, einstellen, wenn die Kupferstädter Weihnachtstage eröffnet werden und der rot angestrahlte vordere Burgturm schon von weitem signalisiert, dass die Weihnachtsmärkte zum Besuch einladen.

„Ich brauche dringend noch zehn Weihnachtsbäume!“, „Können wir vielleicht ein Stahlseil bekommen?“, „Wie sieht es mit den großen Plakaten aus?“ - noch ist Gerres im wahrsten Sinne des Wortes ein gefragter Mann.

Rund 30 Beteiligte sind in der Villa Lynen zusammengekommen, um der Programmpräsentation der Kupferstädter Weihnachtstage beizuwohnen, und der städtische Party- und Weihnachtsmarktplaner hat viel zu berichten: „Wir bieten ein tolles Programm an fünf Wochenenden“, lautet die Kurzform. Zwar räumt Gerres ein, man könne „das Rad nicht ständig neu erfinden“, aber es sei dennoch gelungen, einige Neuerungen einzuführen.

Der Bürgermeister greift das Stichwort auf und lobt ausdrücklich die Arbeit des Mannes vom Amt für Wirtschaftsförderung und Events und das Engagement der zahlreichen Aktiven aus Stolberg: „Die Kupferstädter Weihnachtstage gewinnen in der Region und darüber hinaus stetig an Bedeutung, weil immer mehr Menschen zum Wohl unserer Stadt zusammenarbeiten“, sagt Ferdi Gatzwei­ler, der ebenfalls Gönnern und Spon­soren dankt.

Als ein „leuchtendes“ Beispiel nennt er Marita Matousék, deren unermüdlichem Einsatz es zu verdanken sei, dass erstmalig die Altstadt mittels mehr als 25.000 LED illuminiert werde. Auf dem „Stolberger Lichterweg“ erstrahlen Burgstraße, Klatterstraße, Alter Markt, Luziaweg sowie Teile der Burg und der Mühlenstraße in bisher noch nie dagewesenem adventlichem Glanz. Gerres führt weitere neue Entwicklungen der Kupferstädter Weihnachtstage auf: An den Wochenenden sind die Weihnachtsmärkte rund um die Burg, auf Alter Markt und Kaiserplatz einheitlich von 13 bis 21 Uhr geöffnet (Totensonntag, 24. November, erst ab 18 Uhr).

„Durch die zeitliche Verlagerung nach hinten können wir die schöne Beleuchtung in der Dunkelheit eine Stunde länger auskosten und die vorweihnachtliche Atmosphäre genießen“, erklärt Gerres. Der Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz lade von Samstag, 23. November, bis Sonntag, 22. Dezember, zudem täglich Bürger, Vereine und Institutionen von 12 bis 20 Uhr ein. Dort werden ab Sonntag, 1. Dezember, täglich um 17.30 Uhr die Fenster des größten Adventskalenders in der Region im alten Rathaus geöffnet. „Die Ausnahmen bilden der Donnerstag, 19. Dezember, an dem das Fenster bereits um 16.30 Uhr geöffnet wird, und der Sonntag, 22. Dezember. Am letzten Tag werden ab 17 Uhr stündlich die verbliebenen drei Fenster geöffnet.“

Insgesamt 24 Stolberger Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen haben ein Bild gemalt, das sie jeweils mit einem kleinen Programm präsentieren. Weitere Premieren kündigt Gerres im Zusammenhang mit der Krippenausstellung im alten Rathaus an: „Zu den etwa 80 Krippen verschiedener Art gesellt sich diesmal auch eine Jahreskrippe mit elf Stationen auf rund vier Metern Länge.“ Auch der Stolberger Seniorenbeirat ist mit von der Partie. Während Kitas und Schulen sich nach wie vor zu einer Führung durch die Ausstellung anmelden können (Telefon 02409/760170), findet am Dienstag, 10. Dezember, ab 15 Uhr erstmals ein Seniorennachmittag mit Besichtigung der Krippen, Kaffee und Kuchen, Musik und Besuch des Nikolauses statt (Anmeldungen unter Telefon 76683-13 oder -17).

Im Bereich der Burg seien in den kommenden Kupferstädter Weihnachtstagen sieben neue Aussteller anzutreffen, sagt Gerres, der bei allen Neuerungen froh ist, an vielem Altbewährten festhalten zu können. Etwa an der 25. Ausstellung „Meine Heimat — Stolberg“ des Heimat- und Geschichtsvereins, der in diesen Tagen sein 60-jähriges Bestehen feiert, und dem fünften Weihnachtslauf, den der Atscher Turnverein am Samstag, 30. November, ab 14 Uhr ausrichtet. Anmeldungen unter www.atv-atsch.de.

„Es ist ebenfalls sehr schön, dass wir wieder die lebende Krippe zeigen können, da ,City Starlights‘ eingesprungen ist“, sagt Gerres. An den Adventssonntagen wird der Kulturverein je um 16 und um 18 Uhr (22. Dezember nur 16 Uhr) die Geburt Jesu auf dem unteren Burghof in Szene setzen. Jeweils um 17 Uhr tritt auf dem Alter Markt dann „Frau Holle“ in Aktion, erzählt Märchen, schüttelt Bettzeug. Gleich nebenan lockt an den Kupferstädter Weihnachtstagen der Kunsthandwerkerhof Rose mit offenen Ateliers und Aktionen.

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