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Stolberg-Büsbach: Wassereinbruch: Bis zu 200 Telefone platt

Stolberg-Büsbach : Wassereinbruch: Bis zu 200 Telefone platt

Mittwochmorgen vergangener Woche: Der Telekom-Anschluss von EDV-Fachmann Klaus-F. Kratz aus dem Peitschenweg ist gestört. Kein Telefon, kein Fax, keine Computer-verbindung mehr. Prekär für den Unternehmer.

Er ruft die zuständige Stelle bei der Telekom per Handy an, erreicht dort „schließlich nach einer halben Stunde endlich jemanden” und meldet die Störung. Da ist es acht Uhr. Sofortige Abhilfe wird zugesagt.

Als sich nach einer weiteren Stunde noch nichts geändert hat, reklamiert er die Störung erneut. Es dauere etwas länger mit der Beseitigung, so die Auskunft.

Doch auch am Nachmittag ist Kratz immer noch nicht wieder am Netz. Die Auskunft der Störungsstelle diesmal: Der Ausfall dauere an, man bietet ihm zumindest an, die Anrufe an ihn vom Netz auf sein Handy umzuleiten.

Kratz: „Die Ursache der Störung lag für mich einige Häuser weiter, wo man einen neuen Telefon-Hausanschluss verlegt und das Loch wieder vefüllt hatte. Da musste etwas am Kabel passiert sein.”

Den Verdacht hat auch die Telekom: Am Donnerstag wird dieses Loch wieder aufgebuddelt, man sucht, findet auch offenbar etwas, repariert etwas am Kabel und - am Freitag funktioniert immer noch nichts.

Kratz: „Über Pfingsten ist natürlich nichts passier, als ich am Dienstagmorgen dann wieder anrief, teilte man mir mit, dass eine Massenstörung vorliege. Das wusste ich inzwischen schon durch Umfragen in der Nachbarschaft.”

Wenig später rückte dann erneut ein Reparaturtrupp der Telekom an und stellte fest, dass die Störung durch einen Wassereinbruch ins Hauptkabel ausgelöst worden war und schon ein Stück im Kabel „gewandert” war. Das defekte Stück wurde ausgetauscht, für den Nachmittag wieder ein funktionierendes Netz vorhergesagt.

Ein Fachmann: „Die alten Papierkabel saugen Wasser auf wie „Zeba wisch und weg”. Die neuen Kabel jetzt sind aus Kunststoff.” Vermutlich hätten die Arbeiter der Tiefbaufirma, die den Schaden vergangene Woche verursacht hätten, diesen einfach nicht gemeldet. Denn die Firma müsse für dessen Beseitigung aufkommen. Wieviel Anschlüsse insgesamt gestört waren, konnte er nicht sagen. „Aber auf keinen Fall mehr als 200.”

Kratz: „Es ist kein Zeichen von Kundenfreundlichkeit, wenn man so lange warten muss, bis man jemanden von der Störungsstelle erreicht, und bis so ein Schaden schließlich repariert ist.”

Telekom-Sprecher Udo Wendlandt: „Das ist leider durch den Streik bedingt. Unsere Mitarbeiter sind nur zum Teil da. Auch in der Störungsstelle.”