Wasserballer des Stolberger SV sind kurz vor Saisonstart in Form

Wasserball-Traditionsturnier : Der Stolberger SV spielt sich bis ins Finale

Die Wasserballer des Stolberger SV holen kurz vor Saisonstart beim großen Traditionsturnier in eigenem Becken den zweiten Platz. Nach dem Aufstieg in die zweite Liga ist der Wille groß, den Nachwuchs stärker auszubilden.

Das Wasser spritzt wie wild hin und her, der Gegner wird auch mal runtergedrückt und das Tempo nimmt beim Schwimmen im Kraulstil an Fahrt auf. Für das 28. Wasserballturnier lud der SSV Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem angrenzenden Ausland in das Hallenbad Glashütter Weiher ein. Mit dabei waren zum Beispiel Teams aus Bielefeld, Köln, Kaiserslautern, Düsseldorf, Borghorst, Trier, Dortmund, Herford und Brüssel.

Die Herren spielten jeweils à fünf Teams in zwei Gruppen, die Damengruppe bestand aus vier Teams. Die sogenannte Allstars-Gruppe, bestehend aus vor allem jungen Spielern aus verschiedenen Mannschaften, verdeutlichte darüber hinaus die Bestrebungen des SSV, eine eigene Jugend an den Wasserballsport heranzuführen.

Nachdem im vergangenen Juli klar war, dass der SSV erstmals in der fast 110-jährigen Vereinsgeschichte von der Oberliga, der dritthöchsten Klasse, in die zweite Liga aufsteigt, war der Ansporn groß, auch wieder im eigenen Turnier den Sieg zu holen. Die erste Herrenmannschaft spielte sich bis ins Finale gegen Aqua Köln vor. Das Finalspiel verlor der SSV mit 1:3, womit sich die Kölner den Wanderpokal sicherten. Die Platzierung in der Gruppe A war folgendermaßen: Kaiserslautern an erster, Stolberg I an zweiter und Aqua Köln an dritter Stelle. In der Gruppe B belegte Stolberg II den fünften Platz, Calypso Brüssel den ersten, Derne Dortmund den zweiten und der SSV Trier den dritten Platz. Bei den Damen in der Gruppe C stand Stolberg an dritter und die Allstars an vierter Stelle. Den ersten Platz belegt Düsseldorf und den zweiten Platz Kaiserslautern.

Gemeinschaftssinn und Spaß

Traditionsgemäß findet das Wasserballturnier kurz vor Saisonbeginn statt. „Saisonstart ist in vier Wochen und beginnt für uns zuhause gegen Aachen“, erläutert Mark Braun. Der Wasserballwart des SSV ist seit circa 14 Jahren aktiv und spielt in der ersten Herrenmannschaft. Er beschreibt den Sport als „Handball im Wasser“. Den Vorteil von Wasserball gegenüber anderen Sportarten sieht Braun in dem Widerstand des Wassers, der dazu führe, dass es kaum schwere Verletzungen der Spieler gebe.

Braun war zuerst in der Wettkampfmannschaft beim Schwimmen, bevor er für Wasserball angefragt wurde. „Der Mannschaftssport gefällt mir auch besser als Einzelsport wie Schwimmen“, stellt der Wasserballwart fest. Dass der Gemeinschaftssinn und der Spaß trotz Konkurrenzdenken im Turner nicht zu kurz kommen, wird auch dadurch deutlich, dass die Stolberger mit ihren Gästen am Samstag nach Turnierbeginn eine gemeinsame Party gefeiert haben. „Aber am Sonntag standen wir alle trotzdem um halb zehn Uhr fürs erste Spiel bereit“, sagt Braun schmunzelnd.