Stolberg: Viel Spaß beim Hindernislauf StolRun durch das Stadgebiet

Stolberg : Viel Spaß beim Hindernislauf StolRun durch das Stadgebiet

„Papa, Papa, da kommt der Papa“, rufen die beiden Mädchen am Straßenrand, als in der Ferne eine kleine Gruppe Läufer sichtbar wird. Doch vor dem Zieleinlauf am Kaiserplatz hat der Papa noch einige Hindernisse zu überwinden. „Ein Mal Sackhüpfen, bitte“, weist ihn der Streckenposten an, „und dann bitte schräg über die Kletterwand.“

Danach ist es nicht mehr weit bis zum Ziel, und während die einen dort einlaufen, macht sich schon die nächste Gruppe für den Start bereit. Der erste StolRun hat mehr Läufer auf die Strecke gebracht, als die Veranstalter erhofft hatten. Zum 900-jährigen Jubiläum der Kupferstadt haben sich die Organisatoren Janine und Stefan Hanrath etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Wir wollten etwas gemeinsam machen“, erzählt Janine und hat den Hindernislauf zusammen mit ihrem Mann auf die Beine gestellt. Über 1000 Läufer haben sich angemeldet, und so trifft man allenthalben Sportler, die entweder schon gelaufen sind, oder die den Lauf noch vor sich haben.

Testläufer hatten die anspruchsvolle Strecke zuvor bereits einmal bewältigt, um zu sehen, ob auch alle Hindernisse zu schaffen sind und sich niemand verletzt. Foto: J. Lange

Neunjährige begeistert

Die Organisation des StolRun war schon eine anstrengede Angelegenheit, doch am Ende waren alle zufrieden. Foto: J. Lange

Lean und Luan aus Alsdorf haben ihn schon hinter sich. Sie sind die zwei Kilometer lange Kinderstrecke mit sechs Hindernissen gelaufen. „Das war super“, sagen die neunjährigen Jungen, und besonders gut habe ihnen das Hindernis mit den „Containern und den Autoreifen darin“ gefallen, schwärmen sie. Sie fänden es toll, wenn es den Lauf im kommenden Jahr noch einmal gebe.

Auch Johann Houben und Thomas Wüller, beide aus Stolberg, hatten jede Menge Spaß, obwohl sie die ganze Sache durchaus ehrgeizig angegangen sind. Sie liefen bei der leistungsorientierten Männergruppe mit, die Wert auf ein gutes Ergebnis legte. Rund 40 Minuten haben beide gebraucht, bis sie die sieben Kilometer lange Strecke mit den zwölf Hindernissen bewältigt hatten. „Manche davon waren schon sehr anspruchsvoll, andere wiederum sehr leicht“, erzählen die beiden.

Sie haben gerade erst zu Fuß die Alpen überquert, „und der Hindernislauf war da im Vergleich eher so etwas wie ein Spaziergang“, sagen sie. Auch wenn die „Matschrutsche“ es eigentlich vermuten ließ, ist von matschverschmierter Kleidung bei ihnen nichts zu sehen. „So matschig war es ja auch gar nicht“, sagt Johann.

Erst auf der Bühne

Der Spaß steht ganz eindeutig im Mittelpunkt an diesem Tag. Die jungen Frauen der Tanzgruppe „Moving Flashlights“ lassen es locker angehen. Erst treten sie mit ihrer Gruppe vor der Bühne am Kaiserplatz auf, danach wollen auch sie auf die Laufstrecke. Und die 52-jährige Roswitha Doll hat „eine dicke Lippe riskiert“, um ihre Freunde für den Lauf zu begeistern.

Und ausgerechnet kurz vor dem Start wird sie von einer Wespe gestochen. „Ich werde aber trotzdem laufen“, sagt sie, während sie sich ein Kühlkissen auf die Schwellung drückt.

Die Zuschauer können es sich derweil am Kaiserplatz bequem machen. Immerhin steht hier auch das letzte Hindernis, das gleichzeitig das Ziel ist. Und bevor die Läufer die Leiter hinabklettern, können sie sich hoch oben auf dem Turm vom Publikum feiern lassen. Das gefällt Janine Hanrath selbst vielleicht am besten. Sie und ihr Ehemann Stefan bündelten die Kräfte ihrer Firmen, Loft 100 Prozent und Event Produzent, um das Event mit vereinten Kräften zu stemmen.

„Wir haben ein Jahr gebraucht, um all das vorzubereiten“, sagt Janine und kann es kaum fassen, dass es jetzt schon fast wieder vorbei sein soll.

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