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Stolberg-Vicht: Viel Interesse an den „offenen Krippen”

Stolberg-Vicht : Viel Interesse an den „offenen Krippen”

Auf reges Interesse stießen die Führungen in der Vichter Pfarrkirche St. Johann Baptist.

Rund 20 Besucher ließen sich am Wochenende von Katharina Schreiber die historischen Besonderheiten des 1912 fertiggestellten Gotteshauses erklären. Anlass der Führung war der erste Krippentag der Region Aachen Land.

Gotteshäuser in Breinig, Büsbach, Mühle, Vicht und Werth hatten ihre Türen geöffnet und präsentierten ihre unterschiedlichen und vielfältigen Krippendarstellungen. Ergänzt wurden die Präsentationen durch Kirchenführungen in St. Johannes Baptist.

Sachkundig leitete die Heimatkundlerin und Autorin von einer Besonderheit zur anderen. Im Mittelpunkt standen Kirchenfenster und sakrale Gegenstände. Die Kirchenfenster zeigen Darstellungen aus den Evangelien und dem Leben Jesu. Sie entstanden in der Zeit vor 1919 und sind dem Renaissancestil zuzuordnen.

Ins Auge fällt ein 1918 gestiftetes Fensterbild. Die Kleidung der opfernden Witwe trägt die Attribute der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Ältestes Ausstattungsstück ist der Taufstein von 1694. Er stand einst in der alten Kirche, der an der gegenüberliegenden Straßenseite gelegenen heutigen Johannes-Kapelle. Zu den jüngeren Gegenständen gehört das 1952 von Ludwig Mohnen geschaffene Tabernakel. Es befand sich einst im St. Vinzenz-Kinderheim (heute Kulturzentrum) und fand 1970 in der Vichter Pfarrkirche eine neue Heimat.

Die Besucher verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse. Selbst Einheimische gerieten ins Staunen. „An vielen Dingen geht man achtlos vorüber”, sagte eine Zuhörerin. Zum Abschluss der Führungen erfreute Klaus F. Kratz die Besucher mit einem kleinen, meditativen Konzert auf der Querflöte.