Stolberg-Vicht: VfL Vichttal: Allein der Klassenerhalt zählt

Stolberg-Vicht: VfL Vichttal: Allein der Klassenerhalt zählt

Beim Saisonziel des VfL 08 Vichttal kennt Manfred Moers keine zwei Meinungen: „Klassenerhalt! Das ist unser einziges Ziel.” Der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers will diesem alles unterordnen.

Er weiß, wie schwer es als Neuling mit einer runderneuerten Mannschaft samt 14 Neuzugängen in einer gänzlich neuen Liga werden kann. „Uns wird alles abverlangt.”

Im Kader des VfL finden sich aktuell nur drei Spieler jenseits der 30, gerade die Abwehr ist mit vier Spielern, die noch keine 22 Lenze zählen, ausgesprochen jung besetzt. Doch den Trend hin zur Jugend nimmt man gerne in Kauf.

„Der Verein wollte diese Umstrukturierung ganz bewusst”, erklärt Moers, der in den vergangenen 17 Jahren als Jugendtrainer arbeitete und nun in seine erste Saison als Trainer der Vichttaler geht.

Große Hoffnungen setzt Moers in seinen Co-Trainer Hans-Jürgen Fischer, der in der Vorsaison noch als Spieler der zweiten Mannschaft aktiv war. „Er kennt die meisten Jungs sehr gut.”

Die Perspektiven sind glänzend für den VfL - wenn der Klassenerhalt geschafft wird: Mit den vielen jungen und talentierten Spielern könne man in den nächsten Spielzeiten eine Mannschaft aufbauen, die „in zwei, drei Jahren durchaus eine gute Rolle in der Klasse spielen kann”, hofft Fischer. „Doch wir müssen uns erst einmal an die neue Liga, die Gegner und das Tempo gewöhnen.”

Moers, der am liebsten im 4-4-2-System spielen lässt, weiß: „Gerade ohne eine sattelfeste Abwehr geht man schnell unter.” Nicht ohne Grund also hat er gleich drei Abwehrspieler aus Dürwiß mitgebracht. „Die können in der Viererkette gut zusammenspielen. Und das ist das A und O.”

Dass das Trainer-Duo auffällig defensiv mit zukünftigen Zielen umgeht, hat noch einen weiteren Grund: „Durch die vielen Vorbereitungsturniere fehlen uns wichtige Trainingseinheiten”, verdeutlicht Moers.

Somit dürften die ersten Spiele gegen Stotzheim und Brauweiler auch dazu dienen, die Mannschaft einspielen zu lassen. „Das ist zwar nicht ideal”, weiß Moers, „aber wir werden unsere Ziele dennoch erreichen.”

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