Stolberg/Würselen: Verein „Menschenskind“ lädt zum Austausch ein

Stolberg/Würselen: Verein „Menschenskind“ lädt zum Austausch ein

20 Jahre ist es nun schon her, dass engagierte Mitglieder des Vereins „Menschenskind - Zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und Familien“ einen eigenen Gesprächskreis für Eltern frühgeborener Kinder schufen. Viele dieser „Frühchen“, deren Eltern vom Angebot des Gesprächskreises einst enorm profitierten, sind mittlerweile erwachsen und vielfach selbst Eltern.

Den Kontakt zum Verein und insbesondere zum Gesprächskreis haben viele von ihnen nicht verloren.

Der Moment der Geburt sollte eigentlich den schönsten Moment im Leben der Eltern darstellen. Kommt dieser Moment verfrüht, wird es oftmals lebensbedrohlich für das Neugeborene. Ärzte und Pfleger müssen schnell und besonnen handeln, damit das sogenannte „Frühchen“ eine Chance hat. Zurück bleiben in einer solchen Situation oftmals die Eltern. Menschenskind hat es sich neben vielen weiteren Themenfeldern zur Aufgabe gemacht, mit Experten den Betroffenen in Form des Gesprächskreises zur Seite zu stehen.

Als Dr. Volker Siller, Kinderarzt und Vorsitzender von „Menschenskind“, mit den Planungen für das zwanzigjährige Jubiläum des Gesprächskreises begann, war für Mitglied Ulli Kessels sofort klar, dass er seinen urigen Bauernhof in Euchen für die Feierlichkeiten zur Verfügung stellen wird. Tochter Lisa kam einst ebenfalls zu früh auf die Welt, erfreut sich jedoch aufgrund bester ärztlicher Versorgung und nicht zuletzt der umfangreichen Unterstützung seitens des Vereins bester Gesundheit.

Hof und Scheune waren für die Festivitäten prächtig hergerichtet worden. In rustikaler Atmosphäre sorgte Drehorgelspieler Günter Kleiber für musikalische Begleitung. Seit Jahren spielt er zugunsten des Vereins in der Städteregion sein originelles Instrument. Afrikanische Trommler brachten internationales Flair mit, und eine Traktorfahrt sowie Pony-Reiten ließen die Herzen der jungen Besucher Höher schlagen.

Ehemalige „Frühchen“ gaben sich ebenfalls die Ehre und hatten kleinere Aufführungen vorbereitet. Zusammen mit den beiden Kinderkrankenschwestern, den Vorstandskolleginnen Marion Römers sowie Ilse Zörkler konnte Sillers darüber hinaus 27 Flüchtlinge, davon 14 Kinder, aus Stolberg begrüßen.

In Kooperation mit dem Verein „Frauen für Frauen in Stolberg“ wollte man mit Eltern wie Kindern ins Gespräch kommen und ihnen die Kultur der Städteregion näher bringen.

Es stellte sich dabei heraus, dass auch einige der Flüchtlingskinder „Frühchen“ waren. Weitere Informationen und Kontakt gibt es im Internet, per E-Mail an Dr. Volker Siller oder unter der Telefonnummer 0241/72232.

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