Stolberg: Verändertes Konzept des Musiksommers geht auf

Stolberg: Verändertes Konzept des Musiksommers geht auf

Das veränderte Konzept des Musiksommers ist mit dem Kinderkonzert aufgegangen. Sowohl Organisatoren als auch Mitwirkende waren mit der großen Resonanz in der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt sehr zufrieden. Am Sonntag musizierten erstmals Kinder aus Stolberg und der Region und begeisterten mit ihren Weisen eine große Zuhörerschaft.

Die Streicherklasse des Aachener Kinderorchesters eröffnete den Nachmittag mit „Apache” von Carold Nunez und „Accents” von Robert Frost. Marion Simons-Olivier ist es gelungen, aus den Kleinen ein Orchester zu formieren, das in der Region gefragt ist. Simons-Oliviers Spielfreude und Leidenschaft übertrug sich auf die Zöglinge, die über sich hinaus wuchsen.

Es folgten Klezmermusik, ein Ausflug auf einen Markt in Marokko und ein Filmsong aus dem „Fluch der Karibik”. Auch an die anspruchsvolle Serenade „Kleine Nachtmusik” von Wolfgang Amadeus Mozart hatten sich die jungen Spielerinnen und Spieler herangewagt und brachten sie erstmals in Stolberg zu Gehör, sehr zur Freude der Zuhörer. Kirchenmusikerin Anke Holfter spielte die fehlende Bassstimme auf dem Keyboard sehr einfühlsam dazu.

Der zweite Block gehörte Hermann-Josef Schulte und seinen Stolberger Kirchenspatzen, die sich die Geschichte von Noah, der von Gott ausgesucht wird, eine Arche zu bauen, um je ein Pärchen von allen Tierarten auf seinem Schiff vor der großen Flut zu retten, ausgesucht hatten. Beim ersten Ton der Kantate „Noah und die große Flut” von Dagmar und Klaus Heizmann wurde deutlich, dass alle Kinder gut vorbereitet und höchst motiviert waren. Sie beschrieben mit tollen rhythmischen Liedern, auswendig vorgetragen und begleitet vom Leiter selbst, augenzwinkernd die Ereignisse und Zustände an Bord der Arche. Durch die spannenden Zwischentexte der Erzählerinnen Nadja Wimmer und Veronika Jaskulski wurde die Geschichte leicht verständlich umrahmt, so dass das Geschehen rund um die Arche neu auflebte. Als Solistinnen traten Finja Graulich, Anna Lena Weber, Natalie Baumanns, Aline und Lukas Meuser sowie die talentierte Veronika Jaskulski in Erscheinung.

Den Schluss bildete der gemeinsame Auftritt von Kinderorchester und Kinderchor. Zusammen mit dem Publikum sangen und spielten sie die Kinderlieder „Pippi Langstrumpf” und „Das Lummerlandlied”. Es war ein kurzweiliger und mitreißender Konzertnachmittag, von dem hoffentlich noch viele folgen.

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