Stolberg: Unterwegs in weihnachtlicher Mission

Stolberg: Unterwegs in weihnachtlicher Mission

Rein optisch hatten die vier jungen Männer, die am Montag das Bethlehem Gesundheitszentrum betraten, nur wenig Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann. Weder rote Mäntel noch rauschende Bärte ließen erahnen, dass Thomas Stehle, Tobias Feisthammel, Manuel Junglas und Mirko Casper aber sehr wohl in weihnachtlicher Mission unterwegs waren.

Allein die dutzenden, quietschgelben Plastiktüten, die die Männer bei sich trugen, enttarnten sie, denn die Taschen waren ebenso prall gefüllt mit Geschenken wie der Sack des Weihnachtsmannes.

Um den Kindern des Bethlehem Gesundheitszentrums eine Freude zu bereiten, hat sich der Weihnachtsmann in diesem Jahr die prominente Unterstützung der Profikicker der Alemannia Aachen geholt. „Die ganze Mannschaft ist heute unterwegs. Einige Spieler sind zum Klinikum in Aachen, andere nach Düren ins St. Marien Krankenhaus und ins Städtische Krankenhaus gefahren, um die kranken Kinder zu beschenken”, erklärte Profikicker Thomas Stehler. „Wir Spieler halten das für eine sehr gute Aktion”, sagte Stehle.

Und nicht nur den Spielern gefiel diese Aktion. Vor allem die Hauptakteure an diesem Tag, die Kinder, waren begeistert. Diejenigen, die nicht das Bett hüten mussten, erwarteten ihre sportlichen Idole bereits auf dem Gang der Kinderklinik des Stolberger Gesundheitszentrums. Und bei dem Anblick der Kicker, die sie sonst nur aus dem Fernsehen und von Besuchen in der Alemannia-Fankurve kennen, und natürlich der Geschenke, fingen selbst die Augen der Augen der Kinder an zu strahlen, die sich sonst mehr für Ballett als für Fußball interessieren.

„Wir wollen in der Vorweihnachtszeit etwas Gutes für die Region tun. Und was gibt es Schöneres, als Kindern eine Freude zu machen”, erklärte Thomas Stehle während er tief in seine große Geschenketüte griff und dem 17-jährigen Marco Hammes sein persönliches Alemannia Präsent überreichte.

Neben dem obligatorischen Schokoweihnachtsmann war auch eine Tasse, ein Schal und als Highlight ein Ticket für die Partie gegen Union Berlin unter den Geschenken. Ein Ansporn für den 17-Jährigen ganz schnell wieder gesund zu werden und die Jungs, die jetzt an seinem Krankenhausbett stehen, dann frisch und vital von der Tribüne aus zu Unterstützen.

„Es ist toll zu sehen, dass die Kinder sich so freuen, dass wir sie besuchen. Und auch wir finden es schön, einmal so nah an den Fans zu sein”, sagt Stehle. Doch noch mehr als die Kinder suchte die älteren Fans die Nähe zu den Spielern. Nach der „Bescherung” wurden die Kicker bestürmt vom Krankenhauspersonal, so dass die Spieler aus dem Autogrammeschreiben gar nicht mehr herauskamen.

Hilfe bei der Genesung

Für viele der Kinder war das wohl eine unvergessliche Aktion. Und vielleicht hilft dem einen oder anderen der Besuch seiner Idole auch bei der Genesung”, sagte Chefarzt Dr. Heiner Kentrup, der hofft, dass die Kicker auch im nächsten Jahr wieder einen unvergesslichen Besuch im Krankenhaus machen.

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