Vicht: „Unser Dorf hat Zukunft“: Kommission besucht Vicht

Vicht: „Unser Dorf hat Zukunft“: Kommission besucht Vicht

Besser hätte das Lob der Kommission für die Vichter nicht ausfallen können. „Sie können sehr, sehr stolz darauf sein, was Sie heute und in den letzten Jahren gestemmt haben“, sagte Andrea Drossard vom Amt für Regionalentwicklung und Europa der Städteregion Aachen.

Sie kümmert sich um den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem die Vichter nun zum dritten Mal teilnahmen. Nach intensiven Vorbereitungen (wir berichteten) fand Montagnachmittag nun der Höhepunkt statt: der Besuch der Kommission.

Mit dem Planwagen durch das Dorf: Die Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ schaute sich gestern Nachmittag Vicht an.

Von Nervosität war bei den Ehrenamtlern allerdings keine Spur. Im Gegenteil. Vielmehr glänzten sie mit viel Engagement, Herzblut und jeder Menge Wissen, wie ihnen auch die Mitglieder der Kommission in der Feedback-Runde nach der Bereisung versicherten. Bevor es allerdings an die Rückmeldungen ging, stand zunächst eine kleine Rundreise durch das Dorf auf dem Programm.

Diese startete am Sportpark Dörenberg. Dort gab es von Thorsten Meier, der beim VfL 08 Vichttal für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, allerhand Informationen rund um den Fußballverein. Auch in Zukunft soll sich im Sportpark Dörenberg noch allerhand tun.

Neben Kunstrasenplatz und Kleinspielfeld soll es dort bald eine Kunstrasenhalle, die auch für den Schulsport genutzt werden kann, geben. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Zweifaller Hütte, die gerne von Wanderern für einen Zwischenstopp oder auch von Vichtern und Zweifallern für die eine oder andere Veranstaltung genutzt wird.

Vom Sportpark aus ging es für die Kommission mit dem Planwagen weiter bis zum nächsten Stopp: dem Lehmjöres-Weg. Nicht nur der tolle Ausblick gefiel der Jury, sondern auch die Idee, in Zukunft eine Weidegenossenschaft in Vicht zu gründen. Auf den Grünflächen im Dorf könne man Rinder halten, die von einem Zweifaller Metzger geschlachtet und von den Vichtern verzehrt werden könnten. Auch das Friedenskreuz wolle man bald wieder aktivieren.

Über die Straßen Am Weiherchen, den Pütz-weg und die Eifelstraße ging es dann zu einem weiteren Highlight: dem Vichter Dorfladen. Bereits beim Wettbewerb vor drei Jahren war die Kommission dort zu Gast. Damals war der Laden allerdings noch eine Baustelle. Umso überraschter waren die Jury-Mitglieder von der gemütlichen Atmosphäre und dem vielfältigen Warenangebot, das von den Vichtern gut angenommen wird.

Ein kleiner Fußmarsch führte die Kommission vorbei am Kindergarten, der Johanneskapelle mit der neu geschaffenen Gedenkstelle, dem Pfarrgarten und in die Pfarrkirche. Dort rundete eine kleine musikalische Darbietung von Wolfgang Boettcher die Reise ab. Im Pfarrheim nutzten die Ehrenamtler dann die letzten 20 Minuten, um in einer Präsentation noch einmal ihr aktives Dorfleben zusammenzufassen. Der Außenbereich des Pfarrheims soll übrigens noch in diesem Monat umgestaltet werden. In Planung ist auch der Bau eines Dorfbackofens.

Das Fazit der Kommission: Vicht sei ein heimischer Ort, der von Offenheit und Gastfreundschaft geprägt sei, sagte Andrea Drossard. „Man fühlt sich bei Ihnen wohl und es macht sehr viel Spaß, zu Ihnen zu kommen“, so Drossard weiter. Bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse müssen sich die Vichter noch ein wenig gedulden. Am Samstag, 7. Oktober, findet die Siegerehrung im Mediensaal der Städteregion statt.

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