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Stolberg: Umgestaltung Aachener Straße: Weniger Bäume, mehr Parkplätze

Stolberg : Umgestaltung Aachener Straße: Weniger Bäume, mehr Parkplätze

Wenig Bäume, viele Parkplätze und eine geringe Kostenbeteiligung: Auf diese kurze Formel lässt sich das Ergebnis der Bürgerbeteiligung bringen, die die geplante Erneuerung der Aachener Straße zum Thema hatte.

Wie Fachbereichsleiter Josef Braun und Jörg Veltrup vom Tiefbauamt erläuterten, sollen die als Nebenanlagen bezeichneten Gehwege, Rad- und Parkflächen entlang der gesamten Aachener Straße erneuert werden.

Die Ausbaumaßnahme schließt auch eine Kanalsanierung und den Austausch der maroden Fahrbahndecke im Kurvenbereich Karlshöhe ein. Zu den Kosten nahm Siegfried Cremer vom Tiefbauamt Stellung. Laut Cremer müssen die Anwohner mit einer Kostenbeteiligung rechnen, die mit rund vier Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche berechnet wird: Die Höhe der Anliegerbeiträge - Kostenpflichtig sind die Sanierung der Gehweg-, Rad- und Parkflächen - werden einem Berechnungsmodus zu Grunde gelegt, der sich so Cremer, aus der Geschosshöhe der bebauten Grundstücke und der Größe der in Frage kommenden Flächen zusammensetze.

Wie nicht anders zu erwarten war, stand die finanzielle Beteiligung im Vordergrund der von rund 70 Anliegern gut besuchten Versammlung. So drehten sich die Fragen um die Höhe der Anliegerbeiträge, die unterschiedlich ausfallen können, da die Verwaltung drei Planvarianten zum Ausbau der Aachener Straße im unteren Bereich vorstellte.

Denn die Anzahl der Parkplätze im Bereich zwischen Bahnübergang und Einmündung kann je nach Planvariante variieren. Eine Abstimmung ergab, dass von den Anliegern die Planvariante zwei bevorzugt wird, die rund 45, mehrheitlich an der linken, bergaufführende Seite liegende Parkplätze vorsieht.

Diese Idee ist im Gegensatz zur Planvariante eins, die 35 Parkplätze vorsieht, etwas teurer. Da nun zusätzlich etwa zehn Parkplätze auf der rechten Seite angelegt werden müssen, sollen die Anliegerbeiträge rund 4,10 Euro betragen, versicherte Braun, der den Beginn der Baumaßnahme für Mitte 2010 ankündigte.

Auch für den Fahrradverkehr ist gesorgt. Denn bergaufführend soll im Bereich zwischen Bahnübergang und Kranensterzstraße auf der rechten Seite ein kombinierter Rad-/Gehweg angelegt werden.

Oberhalb der Einmündung Kranensterzstraße soll der Radverkehr in Form eines so genannten Angebotsstreifen auf die Fahrbahn gelegt werden. Rege diskutiert wurde auch über die Anzahl der Straßenbäume. Laut Braun sollen die Altbäume, die mit ihrem Wurzelwerk die Gehwege beschädigen gefällt werden und durch neue, kleinere Bäume ersetzt werden.

Desweiteren sollen rund 30 neue die 60 vorhandenen Bäume ergänzen. Diese Idee stieß bei der Mehrzahl der Anlieger nicht auf Gegenliebe. Gefordert wurde eine Reduzierung des Baumbestandes entlang der Aachener Straße.

Eine Abstimmung ergab, dass der Baumbestand möglichst gering gehalten wird und auf keinen Fall die Parkflächen beeinträchtigen darf. Abstimmungsgegenstand war auch der geplante Kreisverkehr in Höhe der Einmündung Konrad-Adenauer-Straße.

Diese Abstimmung ergab allerdings kein eindeutiges Ergebnis. Nur eine kleine Mehrheit befürwortet eine Lösung, die einen Nichtbau des Kreisverkehres vorsieht.