Stolberg: Ukrainisches Männerseptett blickt auf zehnjährige Chorgeschichte zurück

Stolberg: Ukrainisches Männerseptett blickt auf zehnjährige Chorgeschichte zurück

Einen musikalischen Rückblick auf zehn Jahre erfolgreiche Chorgeschichte präsentierte „Gregorianika“ in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. Das ukrainische Männerseptett bot mit den beliebten, gregorianischen Chorälen und religiösen Stücken aus der Ukraine sowie den eigenen modernen Gesängen die schönsten Kompositionen des Chors.

Abgerundet wurde diese reizvolle Verbindung zwischen Vergangenheit und Neuzeit durch die Begleitung mit der Querflöte oder Harmonica.

Serhiy Rybyn und Maksym Shpynda (Tenor 1), Vasyl Melnychuk und Bohdan Slipak (Tenor 2), Taras Strokun und Petro Pavlinskyy (Bariton) schafften es im ersten Block, die Zuhörer in das Mittelalter zu entführen und trotzdem zeitgemäß zu bleiben. In schlichten Mönchskutten gekleidet und von einer eindrucksvollen Lichtshow begleitet, gestalteten die Männer ein ruhig erhabenes und friedvolles Konzertprogramm.

Die Klostergesänge waren zunächst einfach und schnörkellos, dann zunehmend polyphon und komplex. Allein die hochpräzisen und reinen Stimmen der Männer standen im Vordergrund, und immer wieder brillierten Einzelne als Solisten.

Ob „Kyrie Eleison“, „Ave Maria“ oder „Dies Santificatus“, die Lieder zeigten tiefe Frömmigkeit und ermöglichten Momente des Innehalten, fern einer Welt von Hast und Oberflächlichkeit. Die Zuhörer genossen förmlich die heilbringende Atmosphäre. Stimmkräftig und exakt sangen sie auch die modernen Arrangements. Immer wieder gab es Beifallsstürme für die Sänger, die den weiten Weg vom kaum hörbaren Piano bis zum mächtigen Fortissimo meisterhaft umzusetzen wussten.

Nach einer kurzen Pause erklangen Weihnachtslieder aus der Heimat im Wechsel mit deutschsprachigen Arrangements. Tief unter die Haut gehende Stücke wie „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“, „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „In dulci jubilo“ waren ein Genuss für die Ohren. Den Schluss bestimmte der klangvolle und mitreißende Hymnus „Gloria in excelsis Deo“, in dem die Herren sich noch einmal als überaus fein abgestimmtes, präzise intonierendes Vokalensemble zeigten. Für den lang anhaltenden Beifall bedankten sich die Künstler am Ende mit dem deutschen Volkslied „Guten Abend, gute Nacht“.

(mlo)