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Stolberg: Tributband „Boomchickaboom” begeistert im Country- und Westernstil

Stolberg : Tributband „Boomchickaboom” begeistert im Country- und Westernstil

Das Kupferstädter Kulturfestival „Stolberg goes USA” wirft seine Schatten klangvoll voraus - zumindest in der Stolberger Altstadt.

In der Musikkneipe „Piano” wird am Samstag, 17. März, ab 21 Uhr der New Yorker Fingerpicking-Gitarrist Adam Rafferty seine ständig wachsende Fangemeinde begeistern, und am vergangenen Samstag hieß es dort beinahe „wegen Überfüllung geschlossen”, als eine Kombo mit Kultstatus in der Altstadt gastierte.

Voller Leidenschaft und Spielfreude hat das Quartett „Boomchickaboom” sich der Musik der amerikanischen, ja weltweiten Country-Legende schlechthin verschrieben: dem unvergessenen und einzigartigen Johnny Cash.

So bevölkerten zahlreiche Cash-Fans, Country- und Westernfreunde sowie Anhänger von „Boomchickaboom” das „Piano”, um die Klassiker des 2003 verstorbenen „Man in black” zu zelebrieren. Und „der Jones”, alias Sänger und Gitarrist Johannes Welter, Bassist Ralf Stoffel, Sebastian Dreher an der Gitarre und Schlagzeuger Alex Kophamel bedienten ihr Publikum gut und reichlich: „I walk the Line”, der „Folsom Prison Blues” und das humorvolle „A Boy named Sue” ließen die Herzen der Musikliebhaber in der Gaststätte höher schlagen.

„Darlin Companion” und „Jackson” - ursprünglich Duette Cashs mit June Carter - bewältigte „der Jones” auch alleine, und den „Highwayman” begleitete nur Dreher an der Akustikgitarre.

„Boomchickaboom” begeisterte die Gäste mit zeitlosen Hits wie „San Quentin”, „Cocaine Blues”, „I got Stripes” und „I still miss someone” und ließ sich bei „Ring of Fire” von einem Gastsänger, der spontan aus dem Publikum rekrutiert wurde, unterstützen.

Großen Applaus erntete die Band ebenfalls für die jüngeren Stücke wie „One” von „U 2”, das Cash in seinem 2000er Album „American Recordings III” interpretierte, und „The Man comes around” von dem vierten Teil der „American Recordings”, der 2002 erschien und Johnny Cashs 87. Album darstellte. Neben Songs wie „Big River” und „Cry cry cry” streute das Quartett auch Titel in das Programm ein, die Cash nie sang, aber nun so erklangen, als ob.

Tanita Tikarams „Twist in my sobriety”, „Dirty old Town” der Pogues und der Rolling-Stones-Welthit „Sympathy fort he Devil” kamen im typischen „Boomchickaboom”-Sound daher und sprachen das Publikum ebenso an wie die instrumentale Eigenkomposition „Lil Pig”. Selbst den vielen ausgewiesenen „Boomchickaboom”-Fans im „Piano” bereitete die Band eine mehr als gelungene Überraschung unter dem Motto „Cash trifft Campino”, denn mit einer besonderen Country-Version des Lieds „Opelgang” der Punkband „Die Toten Hosen” rundete die Band den stimmungsvollen Abend gekonnt ab.