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Stolberg-Mausbach: Thomas Krüger will auch mit "Lenkrad rechts" Erfolge einfahren

Stolberg-Mausbach : Thomas Krüger will auch mit "Lenkrad rechts" Erfolge einfahren

Große Ziele hat sich der Mausbacher Motorsportler Thomas Krüger für das gerade angebrochene Jahr gesteckt.

Zusammen mit seinem Team möchte der 38-Jährige wieder am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und bei der BF-Goodrich-Langstrecken-Meisterschaft mitfahren.

Bereits Anfang März beginnen die so genannten Einstellfahrten, die Probeläufe zu der Langstreckenmeisterschaft. In der Wettbewerbsphase müssen zehn Läufe zu dreieinhalb, vier oder sechs Stunden bestritten werden.

Die Fahrten wird sich der gelernte Maschinenglasmacher und Glaswerker mit seiner Verlobten Nicole Dahlen (31) und deren Vater Lothar teilen. Zum Team Krüger Motorsport gehören auch Michael Hilgers aus Mausbach und Rolf Nießen aus Stolberg.

In ihrer Freizeit schrauben die beiden Auto-Fans ehrenamtlich an den Fahrzeugen von Thomas Krüger. Zum „Fuhrpark” des Mausbachers gehören ein Honda Civic, ein Honda CRX sowie ein Renault Clio. Den Honda Civic hat der Rennfahrer im vergangenen Jahr erworben. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Werksauto, das rechtsgelenkt ist.

Bevor Thomas Krüger das Fahrzeug erstand, hatte es bereits dreimal an einem 24-Stunden-Rennen teilgenommen. Zunächst plante Krüger, das Fahrzeug als Ersatzteillager für den Honda CRX zu benutzen. Doch bald stellte sich heraus, dass das Fahrzeug noch recht gut in Schuss war.

Neues Triebwerk

„Wir haben jetzt ein neues Triebwerk implantiert und möchten den Honda Civic technisch und optisch auf Vordermann bringen.” Spätestens 2005 soll das Fahrzeug, das 1990 gebaut wurde, erstmals auch bei Rennen zum Einsatz kommen. Wenn alles gut geht, könnte dies aber auch schon in diesem Jahr Realität werden.

Erste Testfahrten hat Thomas Krüger jedenfalls schon unternommen. Mit der rechts angebrachten Lenkung hatte der gebürtige Breiniger anfangs noch Probleme: „Bevor ich den Honda Civic gekauft habe, war ich noch nie mit einem rechtsgesteuerten Auto gefahren. Deshalb habe ich zunächst einmal alles vertauscht. Doch nach einigen Testfahrten klappte es reibungslos. Es erfordert zunächst eben nur mehr Konzentration.”

Das vergangene Jahr erwies sich für den Mausbacher Rennpiloten, der sich seit 1989 für den Auto-Motorsport begeistert, als überwiegend erfolgreich. So konnte er mit seinem Team bei mehreren Rennen auf dem Nürburgring und im belgischen Zolder vordere Plätze belegen. Dabei leistete der Renault Clio gute Dienste.

Zusammen mit Peter Herberg erreichte der Amateur-Rennfahrer den zweiten Platz beim Castrol-Haugg Cup (38 Runden) in der Klasse „Special” (bis 1400 ccm). „Obwohl der Polo von Peter Herberg beinahe ein Rad verloren hätte und in der Box repariert werden musste, haben wir dann doch viel Zeit aufgeholt”, freut sich Krüger.

Für die bevorstehende Saison hofft der Rennpilot auf ähnlich gute Erfolge - und auf möglichst wenig technische Pannen.