Themen des Jahres 2019 in Stolberg: Sicherheit und Belebung der Stadt

Themen des Jahres 2019 : Sicherheit und die Belebung der Stadt

Das „Jahr des Baggers“, das „Jahr der drei Bagger“ und das „Jubiläumsjahr“: In den vergangenen Jahren gab es in Stolberg nicht nur etliche Baustellen, sondern – vor allem in 2018 – auch eine ganze Menge Veranstaltungen. Und wie sieht es in diesem Jahr aus? Welche Projekte stehen an?

Wo liegen die Schwerpunkte? Und welche Themen werden die Stolberger in diesem Jahr besonders beschäftigen? Darüber hat die Verwaltungsspitze mit uns gesprochen.

Außendienst: Durch ein mindestens zweijähriges Fortbildungsprogramm sollen die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes in ihrem Auftreten in rechtlicher und praktischer Sicht gestärkt werden. Schließlich sei das Anforderungsprofil an die Mitarbeiter mittlerweile ein ganz anderes. Auch die Einsatzzeiten am Abend und an Wochenenden sollen in diesem Jahr noch weiter ausgebaut werden. Diese würden gut bei den Stolbergern ankommen. Eine intensive Zusammenarbeit mit der Polizei geht damit einher.

Bauarbeiten: Wichtige Stichworte sind hier unter anderem die innere Erschließung der Propst-Grüber-Schule, die Entwurfsplanung der Ortsmitte Büsbach, die Entwürfe für das Bürgerhaus in Werth und den Markusplatz sowie die Schroiffstraße in Mausbach. Fertiggestellt werden sollen in diesem Jahr auch elf Wohnungen auf dem Grundstück der Kartonagefabrik Hoyer, die Seniorenresidenz auf der Liester sowie die Zweigstelle des Gesundheitsamtes der Städteregion an der Rathausstraße.

Belebung der Innenstadt: Die Idee: Ein Open-Air-Kino auf der Stolberger Burg als Impuls für die Innenstadt. Zudem soll die Burg als Eventlocation in Stolberg und der Umgebung etabliert werden.  Außerdem soll das Förderprogramm Einzelhandel weiterentwickelt werden.

Außerdem soll die Burg als Eventlocation etabliert werden. Foto: ZVA/Sonja Essers

Breitbandausbau: Die Versorgung der Schulen mit leistungsschnellen Glasfaseranschlüssen, flächendeckender WLAN-Versorgung in den Schulgebäuden und Haushaltsmittel in Höhe von 300.000 Euro in die mediale Ausstattung der Schulen sind das Ziel für dieses Jahr. Vor allem für den Breitbandausbau erwartet die Stolberger Verwaltung Förderungen von Land und Bund. So sollen weiße Flecken in der Schullandschaft der Vergangenheit angehören.

Bürgerportal: Im Frühjahr dieses Jahres soll das Bürgerportal in Betrieb genommen werden. Derzeit besteht für die Stolberger bereits die Möglichkeit, im Bereich des Bürgerservice online Termine zu vereinbaren, Dienstleistungen mit der EC-Karte zu zahlen oder Passbilder am Selbstbedienungsterminal im Rathausfoyer zu erstellen. Ein weiterer Schritt soll nun die Einführung eines Serviceportals mit der Möglichkeit der elektronischen Beantragung von Verwaltungsleistungen sein – elektronische Bezahlfunktion inklusive. In einem ersten Schritt sollen nun unter anderem eine einfache Melderegisterauskunft, die Beantragung einer Meldebescheinigung oder die Beantragung von Personalstandurkunden abgerufen werden können. Auch der mobile Bürgerkoffer, für den sich der Rat in seiner Sitzung im Dezember aussprach, soll eine wichtige Rolle spielen.

Brandschutz: Im Fokus steht vor allem der Brandschutzbedarfsplan. In diesem soll unter anderem auch der Zustand der einzelnen Gerätehäuser festgehalten werden. Erst dann zeigt sich, wo Maßnahmen erforderlich sind.

Camp Astrid: Die Vermarktung der Gewerbegrundstücke soll weitergehen. Voraussichtlich wird es im ersten Halbjahr 2019 vier weitere Grundstücksverkäufe geben. Aktuell gebe es zudem zehn Reservierungen über insgesamt 3,3 Hektar Gewerbegrundstücksfläche. In den vergangenen viereinhalb Jahren sind 24 Grundstücksverkäufe über eine Fläche von knapp 58.000 Quadratmeter beurkundet.

Demokratie-Werkstatt: Das Projekt wird bis 2021 fortgeführt. Es findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, der VHS und des Nell-Breuning-Hauses statt. Unter anderem stehen ein Video-Projekt zum Thema „Heimat-Viertel“ sowie die Verzahnung der Aktivitäten mit dem Integrierten Handlungskonzept und der Sozialplanung auf dem Programm.

Familiengerechte Kommune: Seit mittlerweile einem Jahr ist die Stadt Stolberg familiengerechte Kommune. In diesem Rahmen sollen Beteiligungsformen für Akteure und Verantwortliche außerhalb der Verwaltung – also für Bürger, aber auch freie Träger – entwickelt werden.

Handlungskonzepte: Auf der Agenda steht nicht nur das Integrierte Handlungskonzept. Das Handlungskonzept „Wohnen in Stolberg“ soll fertiggestellt und präsentiert werden. Mit der Umsetzung des Projekts Viertel-LAB Sto 52 soll ab Jahresanfang begonnen werden. Fortgeschrieben werden soll zudem das Integrationskonzept für neu zugewanderte Menschen.

Kita-Landschaft: Der Familienbericht soll in diesem Jahr fortgeschrieben werden. Darin soll es um frühe Bildung, Erziehung und Betreuung gehen. Die Fortschreibung der Kinderbetreuungsplanung bis 2025 soll außerdem anstehen. Momentan liegt die Betreuungsquote im U3-Bereich bei 45 bis 47 Prozent. Diese soll bis 2025 auf über 60 Prozent steigen. Dazu finden auch einige Um- und Neubaumaßnahmen statt. Darunter der Neubau einer städtischen Kita in Mausbach, in der 35 Kinder zwischen einem und sechs Jahren Platz finden sollen. Die Kita Foxiusstraße wird ebenfalls umgebaut und erweitert. Die Baumaßnahme der städtischen Kita Spinnereistraße mit vier Gruppen und 70 Plätzen für Kinder von eins bis sechs Jahren soll ebenfalls beginnen. In der Tagespflege soll sich auch eine Menge tun. Beispielsweise die Einrichtung von Großtagespflegestellen. Momentan laufen Gespräche mit verschiedenen Trägern.

Klimaschutz: Im Vordergrund steht die Umsetzung des klimafreundlichen Mobilitätskonzepts. Zudem wird das Pilotprojekt „Schulisches Mobilitätskonzept“ am Goethe-Gymnasium starten. Die energetische Sanierung des Bürgerhauses Breiniger Berg soll ebenfalls abgeschlossen werden. Ein weiteres Thema: Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobile und Pedelecs sowie der Bau von 320 überdachten Radabstellplätzen an weiterführenden Schulen. Eine grundlegende Überprüfung des Stolberger Bussystems – als Vorarbeit  zum Nahverkehrsplan 2020 – soll es ebenfalls geben.

Kulturzentrum: Das Kulturzentrum in Stolberg feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Am 29. Juni wird es deshalb auf dem Kaplan-Dunkel-Platz ein Fest geben. Volkshochschule und Bücherei werden zudem verschiedene Veranstaltungen zum Jubiläum anbieten.

30 Jahre Kulturzentrum: Das wird Ende Juni groß gefeiert. Foto: ZVA/Sonja Essers

Offener Ganztag: Der offene Ganztag soll weiter optimiert werden. Mindeststandards wurden bereits festgelegt. In diesem Jahr will man sich vor allem mit der multifunktionalen Raumausstattung beschäftigen.

Spielplätze: Auf dem Programm steht die Gestaltung der generationsübergreifenden Spielanlage Arnoldsmühle. Derzeit befindet sich dort eine Spielanlage für 6- bis 14-Jährige. In einem ersten Schritt soll auf die Bedürfnisse der älteren Kinder und Jugendlichen eingegangen werden. Für jüngere Kinder stehen eine Schaukel und ein Sandspielbereich zur Verfügung. Im Zuge der Inklusion wird aus dem Spielplatz die dritte generationsübergreifende Anlage in Stolberg. Die Planungen befinden sich im Anfangsstadium. Mit der Umsetzung soll allerdings noch in diesem Jahr begonnen werden. Fertiggestellt werden soll die generationsübergreifende Spielanlage Ardennenstraße. Die Eröffnung ist für Mai oder Juni geplant.

Sportlandschaft: Die Sanierung des Stadions Glashütter Weiher wird in diesem Jahr fertiggestellt. Die Sporthalle Glashütter Weiher wird ebenfalls saniert. Erneuert werden dort die sanitären Bereiche. Es wird außerdem ein zusätzlicher Bewegungsraum geschaffen. Das Foyer der Halle wird ebenfalls modernisiert. Der Umbau der Sporthalle an der Kupferstädter Gesamtschule wird im ersten Halbjahr abgeschlossen. Die Sporthalle an der Grundschule Bischofstraße wird abgerissen und neu gebaut. Auf der Sportanlage am Dörenpark wird der Rasenplatz mit städtischer Förderung zum Kunstrasenplatz umgebaut. Der FC Adler Büsbach startet ebenfalls mit städtischen Fördermitteln den Bau seines Kunstrasens. Anfang dieses Jahres soll zudem das Sportstättenverwaltungsprogramm online gehen. Die Belegungspläne für die Stolberger Sporthallen können dann im Internet eingesehen und Buchungsanfragen direkt gestellt werden.

Stadtbücherei: Neben dem Jubiläum des Kulturzentrums, das Ende Juni stattfinden soll, steht die Modernisierung der Abteilung Kinder- und Jugendbücherei an. Neue Angebote – darunter regelmäßige Spiel- und Bastelangebote, Autorenlesungen speziell für Kinder, das Kindertheater „Don Kidschote“ oder auch eine Kreativwoche für Kinder in den Osterferien – sollen zum Angebot gehören.

Straßenbau: Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Bischofstraße und der Vichter Straße, am Rosenweg sowie an der Werther Straße stehen an.

Talachse Innenstadt: Eine Menge steht in diesem Bereich auf dem Plan: Darunter der Bau eines Quartiersplatzes, die Ausführungsplanung des Beleuchtungskonzepts, die Ausführungsplanung für den Willy-Brandt-Platz, die Entwurfsplanung für den Geschwister-Scholl-Platz sowie die Einrichtung von zwei Quartiersbüros.

 Tourismus: Die Umsetzung des Burgkonzepts steht im Fokus. Zudem steht die Umgestaltung des Offermann-Platzes an. Eine Tourismus-Homepage soll ebenfalls online gehen. Und auch die Entwicklung der StolBike-Route sowie die zweite Auflage des Sportevents „StolRun“ stehen auf dem Programm.

Veranstaltungen: Auch im kommenden Jahr wird es wieder etliche Veranstaltungen in Stolberg geben. Darunter den Neujahrsempfang, der am Mittwoch, 9. Januar, stattfinden wird, die Schlüsselübergabe an Weiberfastnacht, die Veranstaltung Stolberg goes, die Stadtparty und natürlich auch die Kupferstädter Weihnachtstage.

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