Theaterverein Oidtweiler gibt Gastspiel in Gressenich

Theater Oidtweiler zu Gast in Gressenich: Geht die Katze, tanzt die Maus

Wer lacht, lebt länger und vor allem gesünder. Diese alte Volksweisheit kennen nicht nur Mediziner, sondern auch der Theaterverein 1985 Oidtweiler. Das Ensemble trat jetzt in Gressenich auf.

Seit mehr als 20 Jahren gibt es jährlich von fünf auch eine Aufführung in Gressenich. Und jetzt war es wieder so weit. Nach der Premiere in Setterich boten die Damen und Herren im ausverkauften Pfarrheim den Zuschauern mit der Komödie „Geht die Katze, tanzt die Maus“ von Beate Irmisch einen vergnüglichen Abend, bei dem aus vollem Halse gelacht werden durfte. Die Hobbyschauspieler boten alles auf, was zu einem echten Lustspiel gehört: unterdrückter Ehemann, herrschsüchtige Ehefrau, deftige Dialoge, Geheimnistuerei, ein bisschen Erotik und jede Menge kuriose Situationen. Für die Technik zeichnete sich Marco Heipertz verantwortlich, Souffleur war Gerd Heipertz.

Detlef Brösel (Dieter Heipertz), in jungen Jahren ein Draufgänger und Tausendsassa, befand sich in den Händen seiner kommandierenden Erika (Sandra Rombach) und das seit 25 Jahren. Und nun ein Lichtblick: Erika muss nach einer Hüftgelenk-Operation für einige Wochen zur Kur. Detlef will mit seinem Kumpel Eberhard (Wolfgang Gerlach), einem Junggesellen, - laut Erika ein Filou, der nur Weiber und Alkohol im Kopf hat - nach langen Jahren wieder ein Stück Freiheit genießen. Da die resolute Ehefrau ihren Mann kennt, hat sie für ihre Abwesenheit bereits Vorkehrungen getroffen und ihre Freundin Klothilde, eine eiserne Jungfrau, (Tina Büttner) beauftragt, sich um ihren Gatten zu kümmern. Mit Argusaugen verfolgt sie jeden Schritt des Strohwitwers und gerät dabei in eine nächtlich unangenehme Situation, denn ganz so allein ist Detlef doch nicht. Sein Vater Kurt (Peter Fuhren) und sein Neffe Hannes (Michael Heilemeier) tauchen mit tollen Plänen auf, wie man die Tage und Abende gestalten kann. Die neugierige Johanna (Jodie Büttner) wird ständig beauftragt, Häppchen zu liefern. Dann taucht noch Kurt Brösels Liebschaft aus dem Altenheim auf, Hedwig Kalinke (Regisseurin Ingrid Harren), die ihren Kurt sucht, da er zu der gemeinsamen Reise nach Lourdes nicht angetreten ist. Dennoch schaffen die Männer es, abends in eine neu eröffnete Bar zu gehen. Barfrau Pussi Lilli (Tanja Grotensohn) fährt die Herren nach Hause und möchte auch noch im Haus übernachten, da sie völlig geschafft ist.

Mit flotten Sprüchen und vielen Ausreden hatten die Schauspieler die Lacher auf ihrer Seite und bekamen mehrfach Szenenapplaus. Am Ende ist alles gut, weil sie ihre Fehler erkennen. Schöne Worte wie bitte fallen, und sie erlauben sich gegenseitig eine gewisse Autonomie.

Weitere Aufführungen sind am 20. Oktober im EWV-Treff in Oidtweiler, Bahnhofstraße sowie im PZ-Gymnasium Baesweiler Otto-Hahn-Straße am 27./28. Oktober, Einlass jeweils um 17 Uhr.

(mlo)
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