Theaterstück der Grundschule Grüntalstraße Stolberg

Schüler-Theater-Festival : Grundschule Grüntalstraße präsentiert buntes Theaterstück

So viele Farben und doch ein ernstes Thema – die Grundschule Grüntalstraße widmete ihr Theaterstück der Umwelt. Finn Flosse räumte beim 30. Stolberger Schüler-Theater-Festival das Meer auf. Das Fazit: Bedrückend, was der Mensch so alles vermüllt.

Bereits beim Betreten des Kulturzentrum Frankentals wurde am letzten Abend des Theater-Festivals deutlich: Heute wird es bunt. Allein das Bühnenbild deckte die ganze Farbpalette ab, rote und gelbe Fische und eine farbenfrohe Unterwasserwelt begrüßten die Zuschauer, bevor auch nur der erste Nachwuchsschauspieler die Bühne betreten hatte.

Ganzheitlich wurde das Thema Umweltschutz aber bereits im Vorhinein erlebt. Ob Sensibilisierung für den eigenen Konsum, Kinder-Uni oder Fridays for Future – die Grüntaler waren hautnah dabei und wurden am Tag der Aufführung von einer bekannten Persönlichkeit gegrüßt: Marcella Hansch erlebte auf ihren Tauchgängen die Folgen der Verschmutzung der Gewässer und konzipierte eine schwimmende Plattform, die Plastikpartikel aus dem Wasser filtern kann. Sie wünschte dem Ensemble per Videobotschaft alles Gute und dann konnte Finn Flosse endlich die Bühne betreten.

In rund einer Stunde folgten schauspielerisches Können, choraler Gesang und eine ernstzunehmende Botschaft: Plastik verschmutzt unsere Gewässer. Die Vorlage dazu lieferte Eva Plaputta bereits 2015 mit ihrer Abschlussarbeit, Schwerpunkt Illustration, für ihr Studium im Kommunikationsdesign. Ihr Buch „Finn Flosse räumt das Meer auf“ veranschaulicht kindgerecht, was der Mensch mit seinem Plastik-Wahnsinn der Natur und vor allem den Gewässern antut.

Der Frohsinn durfte bei der Grundschule der Grüntalstraße trotzdem nicht zu kurz kommen. Schwere Kost, einfach vermittelt: Finn Flosse führt ein munteres Leben mit seinen Artgenossen in den Tiefen des Meeres, bis sich ein seltsames Phänomen häuft. Die Fische leiden an Magenkrämpfen, der Grund für ihre Bauchschmerzen ist schon bald gefunden: Mikroplastik belastet das Wasser, der Lebensraum der Meereswesen ist verschmutzt. Die Moral von der Geschichte: Die Menschen werfen achtlos Müll ins Wasser, doch es gibt keinen Planeten B.

Die Geschichte von Finn Flosse wurde erstmals aufgeführt und so war auch Autorin Plaputta, zur Premiere extra aus dem Ruhrgebiet angereist, gespannt auf das Theaterstück der Kupferstädter Grundschule. Linda Macho zeigte sich für die Aufführung verantwortlich, insgesamt waren viele Akteure beteiligt. Über 60 junge Stolberger zauberten ein abwechslungsreiches Stück auf die Bühne, neben schauspielerischen Leistungen der Theater-AG war auch der Schulchor beteiligt, der mehrere eigens für „Finn Flosse“ umgedichtete Lieder präsentierte. Schattenspiel, Seifenblasen, Youtuber-Parodie und bunte Luftballons: Eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten wurde ausgeschöpft, ehe das Publikum begeistert von den Rängen im Kulturzentrum Frankental sprang und Zugaben forderte. Die lieferten die Grüntaler – kurz vor den Sommerferien war es wohl für den ein oder anderen das Highlight im Schuljahr.

(mah)