Stolberg: Theatergruppe „Bühne frei”: Ein Hobby, das Träume erfüllt

Stolberg: Theatergruppe „Bühne frei”: Ein Hobby, das Träume erfüllt

„Im echten Leben bin ich eine ehrliche Haut, geradlinig und verstelle mich nicht. Um so mehr genieße ich es einfach, auf der Bühne in andere Rollen schlüpfen zu können”, beschreibt Magda Klunck ihre Liebe zur Schauspielerei.

Sie gehört zum Ensemble „Bühne frei” der Stolberger Theatergruppe des Helene-Weber-Hauses.

1997 kam Klunck über den Schauspielkurs der Bildungseinrichtung zu der Laiengruppe, nahm aber vier Jahre später aus beruflichen Gründen eine längere Auszeit. Nun ist sie froh, seit Herbst 2009 wieder dabei zu sein. Und nicht nur wenn es heißt „Vorhang auf” und „Bühne frei”: „Auch die Proben und Übungen machen eine Menge Spaß. Wir sind eine wunderbare Gruppe voller Herzlichkeit. Wie in einer Familie.”

„Es ist ein tolles Hobby, mit dem man sich Träume erfüllen kann”, bestätigt ihre Kollegin Inge Kühn. Etwas Zeit müsse man allerdings mitbringen, meint sie mit Blick auf die derzeit „heiße Phase” im Vorfeld der anstehenden acht Aufführungen des Stückes „GeldMachtLiebe”. „Momentan proben wir zweimal pro Woche. Dazu kommt der Kulissenbau, die Requisitensuche und das Anfertigen von Plakaten, Flyern und Eintrittskarten”, erklärt Kühn.

Dies sei jedoch „positiver Stress”, da die Akteure mit den Aufführungen vor Publikum ein konkretes Ziel vor Augen hätten, betont Reinhard Weber. Er ist ein Mann der ersten Stunde und war vor 17 Jahren Mitbegründer von „Bühne frei”.

Dass Weber und sein Mitstreiter Andreas Witt neben zurzeit sieben Frauen gegenüber in der Minderheit sind, stört ihn nicht. „Ich fühle mich sehr wohl in der Gruppe, die Aufgaben sind gut verteilt, und das Ensemble arbeitet harmonisch zusammen. Wir suchen zwar noch Mitglieder, aber Alter, Geschlecht und Herkunft sind uns egal”, versichert er.

Neue Mitglieder des Schauspielkurses im Helene-Weber-Haus und der Gruppe „Bühne frei” kommen übrigens in den Genuss professioneller Regie: Spielleiter Wolfgang Schmitz arbeitete lange Zeit hauptberuflich als Regisseur, unter anderem am Stadttheater Aachen.

Schmitz zeichnet auch für die aktuelle Inszenierung „GeldMachtLiebe” verantwortlich, bei der im Stil der „Commedia dell´ arte” Carlo Goldonis „La bogetta del caffè” (1750) und Rainer Werner Fassbinders Adaption des Stücks („Das Kaffeehaus”, 1969) miteinander verschmelzen.

Die Termine von „GeldMachtLiebe”

Die Theatergruppe „Bühne frei” führt die Komödie im evangelischen Gemeindezentrum in der Frankentalstraße auf. Premiere ist am Freitag, 25. März, um 20 Uhr. Weitere Vorführungen sind am 26. März sowie am 1., 2., 9., 15. und 16. April jeweils um 20 Uhr. Die Vorstellung am 10. April beginnt bereits um 18 Uhr.


Kartenvorverkauf: Helene-Weber-Haus, Oststraße 66, oder in der Bücherstube am Rathaus.