Stolberg/Brand: Theater Brand: Improvisationskunst reißt Publikum mit

Stolberg/Brand : Theater Brand: Improvisationskunst reißt Publikum mit

„Amüsant, komisch, lustig, niveauvoll, originell, fantastisch, super, toll, verrückt, witzig“, so urteilten die Zuschauer beim Impro-Match im Theater Brand.

„5-4-3-2-1-Los!“ hieß es, bevor die beiden Theatersport-Mannschaften „theaterreflex“ und „disziplinlos“ einmalige Szenen wie aus dem Stegreif entstehen ließen und damit für einen facettenreichen Abend sorgten. Im Wettstreit der Teams wurde um die Gunst des Publikums gerungen.

Erst in der letzten Runde gewannen Miriam, Merten, Heijo, Martin und Joker Bernhard dank Heimvorteil knapp vor den Gästen Bärbel, Katja, Susanne, Alex und Joker Hagen aus Kaarst bei Düsseldorf.

Während Christoph Kühne in charmanter Weise locker, witzig und kurzweilig durchs Programm führte, kümmerte sich Assistentin Marion um die Punkte, die ausschließlich vom Publikum vergeben wurden. Als Schiedsrichterin fungierte Stefanie Otten.

Überhaupt spielte das Publikum an diesem Abend eine große Rolle. Es bestimmte bei den Disziplinen The­ma, Ort und Genre. Nichts war einstudiert, alles spontan und improvisiert. Im nahezu ausverkauften Theater blieb es somit spannend bis zum letzten Moment.

Von den beiden Teams wurde ein hohes Maß an Spontaneität verlangt, das ihnen scheinbar mühelos und großartig gelang. Ob als Cäsar und Cleopatra bei Switch und Chance agierend oder als Kardinal und Messdiener bei der Synchroszene, ob beim Zahnarzt im ABC-Spiel oder an der Frittenbude bei der Gefühlsachterbahn, die Teilnehmer der beiden Improvisationskurse aus Aachen und Kaarst waren in Top-Form und verließen sich ganz auf die Inspiration des Augenblicks und auf ihr Training.

Dabei entstand höchst lebendiges Theater. Neu war in diesem Jahr, dass das Publikum die Rosen, die es beim Betreten des Theaters gab, für die besten Schauspieler auf die Bühne werfen konnte.

Viel gelacht wurde auch bei der Zettelszene: In der Pause bat man die Anwesenden, irgendwelche Sätze oder Schlagwörter auf Zettel zu schreiben. Chris und Marion verteilten acht davon, und die Wanderer auf ihrer Bergtour mit Herzklo mussten sie ins Geschehen mit einbauen. Die Improvisationskunst wurde von dem lachenden Publikum mit schallendem Applaus quittiert.

(mlo)
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