Stolberg: Teure Dichtheitsprüfungen: Zuschüsse für Bürger?

Stolberg: Teure Dichtheitsprüfungen: Zuschüsse für Bürger?

Bürger können mit Zuschüssen von bis zu 30 Prozent, die Stadt von bis zu 50 Prozent von der NRW-Bank zur Sanierung von Kanalleitungen rechnen, wenn der Stadtrat die Verwaltung mit der Erstellung eines Fremdwassersanierungskonzeptes beauftragt und entsprechende Fördergelder bei dem Institut beantragt.

Das fordert die Stolberger UWG in einem Antrag an den Bürgermeister. Außerdem soll dieser den Rat und die Bürger über dieses Investitionsprogramm sowie wetere Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise über zinsgünstige Darlehen, informieren.

„Da das Investitionsprogramm zeitlich bis Ende nächsten Jahres beschränkt ist”, bittet UWG-Vorsitzender Hans-Jürgen Fink über eine baldige Behandlung des Antrages, damit „möglichst eine Vielzahl von Bürgern den Zuschuss erhalten können”. Gleiches gelte natürlich für die Stadt selbst.

Ein „Fremdwasserproblem”

Gemäß Auskunft des Bürgermeisters habe die Stadt ein Fremdwasserproblem, führt die UWG aus. Hierzu sei von ihm bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Bürger in Wasserschutzgebieten seien bereits durch Satzung aufgefordert, in zeitlich festgelegten Terminen ihre Abwasserleitungen untersuchen zu lassen. Laut Auskunft der NRW-Bank werde die „Erstellung von technischen und wirtschaftlichen Fremdwassersanierungskonzepten in lokalen Fremdwasserschwerpunkten mit bis zu 50 Prozent” sowie „die ganzheitliche Sanierung von privaten Hausanschlüssen im Zusammenhang mit der Elimination von Fremdwasser (für private Kanalsanierungen) bis zu 30 Prozent bezuschusst”, erklärt die UWG.

Nicht gefördert werden allerdings Untersuchungen und Dichtigkeitsprüfungen im Vorfeld einer eigentlichen Kanalsanierung.

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