Teilnehmer des Flüchtlingscafés besuchen Indemann

Ausflug zum Indemann: Die eigene Region erkunden

Große Aufregung herrschte nun am Kulturzentrum Frankental in Stolberg. Mit Spannung erwarteten die Teilnehmer des Flüchtlingscafés „Willkommen" den Reisebus, der sie zum Aussichtsturm „Indemann“ bringen sollte.

Die bei Lucherberg in der Gemeinde Inden im Kreis Düren auf der Abraumhalde Goltsteinkuppe 36 Meter hohe Konstruktion besteht aus 280 Tonnen Stahl mit 20 000 Einzelteilen. Über 216 Stufen oder über einen Aufzug konnten die zwölf verschiedenen Ebenen erreicht werden. Drei Aussichtsplattformen ermöglichten den Besuchern einen Rundblick über das Umland und den in direkter Nähe liegenden Tagebau Inden, der einen Einblick in die rheinische Braunkohlekultur gibt. Angemeldet hatten sich zu diesem Halbtagesausflug 107 Teilnehmer, letztendlich waren es aber 80, die mitfuhren, so dass nicht nur ein Reisebus mit 50 Plätzen zur Verfügung stand, sondern auch zwei Kleinbusse mit Georg Tilgner und Pfarrer Uwe Loeper als Fahrer und weitere Kraftfahrzeuge.

Als Begleiter standen Hubert Sparla, Alexa Eisenbarth, Gertrud Lehr, Heiner Scholl (alle Ehrenamtler im Café Willkommen seit 2015), Richard Kauven (Flüchtlingspate), Katja Buchstaller (Vertreterin des SkF), Hafida Sabbar und Amal Kolus (Dolmetscherinnen für arabisch/französisch/deutsch), Aphrodis Gakwasi (Caritas Aachen), Antje Stevkov (Gemeindeassistentin der GdG Stolberg-Süd) sowie Petra Morschel (Gemeindereferentin der GdG Stolberg-Nord) zur Verfügung.

Finanziert wurde das Angebot, das im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 unter dem Thema „Vielfalt verbindet“ zum Tragen kam, durch Spenden der evangelischen und katholischen Kirchen und Zuschüssen durch die Städteregion Aachen. Neben dem Turm ließ der große Spielplatz die Kinderherzen höher schlagen. Ob Kleinkindschaukel, Drehscheibe, Kletterwand, Rutsche, Spielhaus, Wippe, Balancierelement, Karussell, Wackelbrücke oder Reifenschaukel, jeder kam hier auf seine Kosten. Die meisten Jungen und Männer erprobten sich mit großem Eifer beim Fußballgolf. Pfarrer Loeper hatte eigens ein kleines Fußballspiel initiiert.

Da die Gastronomie an diesem Tag geschlossen war, hatte Gemeindereferentin Petra Morschel ihren PKW kurzerhand mit Gebäck, Getränken, Obst und Süßigkeiten bestückt, sodass es auch etwas für den Gaumen gab. Es war ein gelungener Ausflug und ein friedliches Miteinander der einzelnen Familien mit den Haupt- und Ehrenamtlern, für die es auf der Rückreise viel Lob gab.

(mlo)
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