Stolberg: Tausende säumen den Jubiläums-Umzug der Feuerwehr

Stolberg: Tausende säumen den Jubiläums-Umzug der Feuerwehr

Es kann eigentlich nirgendwo in der Region am Sonntag gebrannt haben, denn die Feuerwehr schien nur in Stolberg zu sein. Weit über 1300 Blauröcke marschierten am Nachmittag durch die Innenstadt.

Und wenn man der Feuerwehr auch eine gewisse Affinität zur Hitze nachsagt, dann hatte sie doch zumindest einen guten Draht zu Petrus.

Strahlender Sonnenschein lachte der stolzen Parade, die einen krönenden Abschluss der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg bot. Tausende Besucher aus Nah und Fern säumten den langen Weg des Festzuges durch den Talkessel der Kupferstadt, um weit über 30 historische und moderne Fahrzeuge zu sehen, über 500 Musikern von Spielmannszügen zu lauschen und zu gratulieren.

Großer Applaus für die Jubilare

Mit weit über 160 Teilnehmern erwies allein die Eschweiler Wehr als wohl größte Gruppe dem Jubilar die Referenz - ebenso wie Musikzüge, Abordnungen und Fahrzeuge aus Belgien, Holland und der ganzen Region. Vor dem Rathaus nahmen die Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, Willi Engels und Hildegard Nießen gemeinsam mit den Führungen der Feuerwehren aus Stadt und Kreis Aachen den stolzen Umzug ab, der immer wieder vom begeisterten Szenenapplaus der großen Besucherkulisse begleitet wurde - ganz besonders, als die große Truppe des Jubilars als krönender Abschluss des Festzuges vorbeimarschierte.

Feuerwehrball und Platzkonzert

Groß war der Andrang bereits am Freitagabend. Bereits während des Festaktes stimmten sich zahlreiche Besucher auf dem Kaiserplatz auf den Großen Zapfenstreich ein. Von der Stadthalle aus zog die Formation im Schein von Pechfackeln bei klingendem Spiel durch den Spielmannszug sowie den Stolberger und Eschweiler Musikzug unter der Leitung von Rainer Peitsch und Wolfgang Krieger ein. Mit dem Yorckschen Marsch marschierten über 100 behelmte Blauröcke auf und Stadtbrandinspektor Toni Sturz meldete den Zapfenstreich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler.

Das in Rot illuminierte alte Rathaus mit seiner klassizistischen Fassade bot eine atmosphärische Kulisse für diese Zeremonie auf dem eigens verdunkelten Kaiserplatz. Die Fackelträger traten vor, die Musikeinheiten spielten die Serenade sowie den Großen Zapfenstreich sowie nach dem Kommando „Helm ab zum Gebet” einen Choral, dem sich die Nationalhymne anschloss.

Mit großem Applaus dankte das Publikum. Und auch als die Feuerwehr unter klingendem Spiel ausmarschiert war, genossen zahlreiche Besucher den lauschigen Abend bei Musik, Getränken und Gegrilltem zu volkstümlichen Preisen.

Stimmungsvoll feierte die Feuerwehr-Familie auch am Samstag. Zu den Klängen der Band „Stingray” wurde in der Stadthalle beim Ball das Tanzbein geschwungen, Ensemble der Ballettschule Marion Delonge begeisterten ebenso mit ihren Tänzen wie eine Formation des TSC Schwarz-Gelb Aachen und die Comedian „Klaus & Willi” bescherten den Lachmuskeln reichlich Arbeit.

Gleichwohl musste die Wehr am Sonntag in der Früh fit sein. Historische Fahrzeuge präsentierten sich auf der Rathausstraße, Spielmannszüge aus Selfkant-Hoengen, Strauch und dem niederländischen Montfort spielten zum Platzkonzert auf dem Kaiserplatz auf, wo auch die eintreffenden Delegationen der Gäste begrüßt und die Zeit bis zum Festzug genossen wurde. Der fand seinen Abschluss auf dem Jordanplatz, wo das vier Tage lang gefeierte Jubiläum am Abend langsam ausklang.

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