Stolberg: Talachse: Erster Antrag auf Fassadenförderung bewilligt

Stolberg: Talachse: Erster Antrag auf Fassadenförderung bewilligt

„Dann bin ich ja wirklich einmal schnell gewesen“, sagt Hermann-J. Lanzrath und schmunzelt. Der Geschäftsleiter eines Kölner Instituts für Unternehmensförderung mit privatem Wohnsitz in Aldenhoven ist der erste Eigentümer-Vertreter in der Kupferstadt, dem der Technische Beigeordnete die Bewilligung des Förderantrages zur Fassadensanierung überreichen durfte.

Im Dezember 2014 haben sich Lanzrath und seine Lebensgefährtin für den Kauf des 1913 an der Ecke von Frankental- und Rathausstraße errichteten Mehrfamilienhauses entschieden.

Als sie von den Fördermöglichkeiten im Rahmen des Stolberger Entwicklungskonzeptes für die Tal­achse hörten, fiel die Entscheidung zu der Investition schnell. In Abstimmung mit Quartiersmanager Andreas Elsbroek wurde der Förderantrag gestellt; keine drei Monate dauerte die Bewilligung. „Dieses markante Eckhaus ist prädestiniert für das Förderprogramm“, freut sich Tobias Röhm gleichzeitig einen auffälligen Werbeträger für die Sanierungsmaßnahmen gefunden zu haben. Das Interesse vor allem im Bereich des Steinwegs sei zwar groß, so der Beigeordnete, aber je mehr Eigentümer in ihre Immobilien investieren würden, um so mehr profitierten Stadtbild, Geschäftsleute, Besucher und Bürger der Kupferstadt. Immerhin umfasst das Fördergebiet rund 450 Immobilien.

Durch das Fassadenprogramm „Profilierung und Standortaufwertung“ der Förderrichtlinien Stadterneuerung des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Grundlage geschaffen, private Eigentümer im Stadtumbaugebiet bei der Aufwertung ihrer Fassaden und Innenhöfe finanziell zu unterstützen, berichtet Dominik Erbelding, Gebietsleiter der Deutschen Stadt und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), die bereits seit der Konzeptionierung der Innenstadtsanierung vor sieben Jahren Projektpartner der Stadt ist. Bei vier Informationsveranstaltungen wurden zahlreiche interessierte Eigentümer über das Projekt und die neuen Möglichkeiten informiert, sagt Erbelding.

Die Förderung zur für Fassadenerneuerung unterstützt in der Kupferstadt private Investitionen mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der anerkannten Kosten. Förderfähig sind dabei maximal 30 Euro pro Quadratmeter hergerichteter Fläche bis zu einem auf einen Höchstbetrag von 10 000 Euro. Mit dem Höchstbetrag wird auch das Projekt von Hermann-J. Lanzrath gefördert. 368 Quadratmeter Stuckfassade und -figuren werden voraussichtlich im Spätsommer restauriert. Dann folgt neue Farbe in Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde bei der Kupferstadt: helle Pastelltöne im Obergeschoss, dunkle entlang der Ladenfront.

Doch das Fassadenprogramm ist nicht die einzige Unterstützung für Eigentümer entlang der Talachse, sagt Erbelding. Auch bei einer durchgreifenden Sanierung im Inneren winken Zuschüsse des Landes, insbesondere bei geplanten Anpassungen des Grundrisses, Elektro- und Sanitärsanierungen sowie energetischen Verbesserungen.

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